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ESC 2017 – Zweites Halbfinale

Serbia (2-2-3-3)
Sängerin in sehr durchscheinendem Kleid mit sehr barbrüstigem Jüngling im Hintergrund.

Österreich (4-3-3-3)
Shia LaBeoufs jüngerer Bruder hüpft fröhlich durch den Bodennebel.

Mazedonien (2-2-2-2)
Flippige Auto-Tune-Nummer.

Malta (3-2-3-2)
Interessante Stil- und Stimmmischung aus Barbara Streisand, Bonnie Tyler und Celine Dion.

Rumänien (2-1-4-4)
Endlich ist Jodeln im 21 JHd. angekommen 🙂

Niederlande (3-2-3-2)
Wenn sich jemand fragt, was Wilson Phillips inzwischen so machen – sie singen für die Niederlande beim ESC…

Ungarn (3-3-3-3)
Indianisches Ritual mit Milchkanne – alles ziemlich Heavy-Ethno, aber dennoch durchaus hörbar. Nur die Rap-Einlage hätte er sich schenken sollen.

Dänemark (3-3-3-3)
Solider Song im Stile von so ziemlich jedem Pop-Song der 2000er. Nett.

Irland (3-3-2-2)
Androgyne Ballade mit schriller Rückung und nettem Fesselballon.

San Marino (1-2-2-2)
Der diesjährige Siegelbeitrag klingt wie erwartet wie ein Worst-of der vergangenen ESC-Jahrzehnte.

Kroatien (3-3-3-3)
Die erste vertonte Schizophrenie – durchaus interessant, nutzt sich aber erschreckend schnell ab.

Norwegen (2-1-3-2)
Wer kam auf die blödsinnige Idee, MPEG-Artefakte als optischen Effekt zu verwenden?

Schweiz (4-3-4-3)
Ein Bühnenauftritt in Gelb und Pastell – nur echt mit pastellrosa dauerlächelndem Schlagzeuger. Netter Song.

Weißrussland (3-3-3-3)
Schwer, diesen Auftritt zu beschreiben: Hyperaktives Pärchen in reinweißen Pilgergewändern singt “Hey!” und “Jajaja!” auf einer Everglade-Boots-Attrappe. Aber sie haben offensichtlich Spaß an ihrem Tun.

Bulgarien (3-3-3-2)
One-Man-Show eines 17-jährigen mit Mörder-Stehkragen und viel Regen im Background.

Litauen (2-2-2-2)
Sängerin mit beängstigend langen Fingernägeln und Eßstäbchen im Haar, die erst nach einer ca. Minute ihre Stimme findet.

Estland (3-3-4-3)
Best-of aller Duette aus den 80ern. Und wow, kann der Sänger dramatisch gucken.

Israel (4-4-4-4)
Wirklich netter Auftritt – sowohl optisch als auch akustisch. Viel bunt und Feuer zu Discofox-Beats.

Erklärung des Quadrupels (a-b-c-d):
a, b: Wertung von Nessi
c, d: Wertung von Kuni
a, c: akustische Wertung
b, d: optische Wertung
1 (schlecht) <= a, b, c, d <= 5 (gut)

ESC 2017 – Erstes Halbfinale

Schweden (3-3-3-3)
Nette Boyband mit David Beckham als Lead Sänger, Hugo Boss als Sponsor und McFit als Bühnenaustatter. Dazu Hintergrundbilder aus 90er-Jahre-Telekom-Spots – lustig!

Georgien (2-2-3-3)
Der diesjährige Bond-Song kommt aus Georgien. Mit Diana Ross als Interpretin.

Australien (3-3-2-2)
Die Dauerschleife von Aufnahmen des Sängers im Hintergrund wirkt (vermutlich ungewollt) etwas sehr selbstverliebt. Seine gebückte Art zu laufen wirkt ähnlich irritierend. Währenddessen plätschert der Song vor sich hin.

Albanien (3-2-2-2)
Schöne Stimme, die bei dem langweiligen Song leider eher verheizt wird. Und spätestens, wenn die Sängerin sichtlich mit dem Gleichgewicht kämpft, sollte der Produzent über flachere Schuhe nachdenken.

Belgien (4-4-4-4)
Selten so eine schöne passende Abstimmung zwischen Lied und Bühnenshow gesehen. Und der Song war wirklich gut. Da verzeiht man auch den nicht ganz gelungenen Oktavwechsel am Ende.

Montenegro (1-1-2-1)
Zu der Optik etwas gehässiges zu schreiben ist wie ein Elfmeter ohne Torwart. Aber zumindest hatte der Sänger seinen Spaß.

Finnland (2-2-2-2)
Der Pianist legt sich die ganze Zeit tierisch ins Zeug – schade, dass man davon bis auf wenige Momente nichts aber auch gar nichts hört. Ansonsten episch sehr breit angelegte Ballade.

Aserbaidschan (4-2-4-2)
Durchaus interessanter Song, der mit einem völlig anderen Bühnenauftritt sicherlich deutlich mehr Punkte bekommen könnte. Mit geschlossenen Augen durchaus hörenswert.

Portugal (3-1-3-1)
Auch diesen Auftritt genießt man besser ohne zuzusehen. Das Hüpfen hat etwas von “Hurz!”

Griechenland (2-2-3-3)
Musical meets Trance meets Hebebühne. Nur echt mit Ausdruckstänzern im Planschbecken.

Polen (3-2-3-2)
Im Vordergrund Bonny Tyler und im Hintergrund bringt sich ein Violinist fast um (den Verstand?) Sehr theatralisches Freedom-Banner am Ende.

Moldawien (2-1-2-1)
Lustige Sänger mit Gummibeinen und lustige Sängerinnen mit Blumenstraußmikrophonen. Dazu eine Hintergrundprojektion, bei der die Farbe ausgegangen ist. Das quäkende Saxophon macht die Sache nicht besser.

Island (3-3-4-4)
Super Refrain; leider nicht ganz so gelungene Strophen. Dafür mit sehenswerter Lasershow und beeindruckenden Plateauschuhen.

Tschechien (2-1-2-1)
Altbackende Ballade in altbackenen Klamotten. Und die nackten Menschen im Hintergrund hinterlassen Fragezeichen.

Zypern (2-2-2-2)
Statt Malen-nach-Zahlen jetzt Tanzen-nach-Strichen. Mit vielen, vielen Slow-Mos.

Armenien (3-3-2-2)
Schon jetzt der Gewinner in Anzahl der Schnitte pro Minute. Ansonsten orientalische angehauchte Pyro-Show.

Slowenien (3-3-3-2)
Der diesjährige Disney-Song kommt aus Slowenien.

Lettland (2-1-3-3)
Definitiv der schrillste Auftritt des Abends (viel Neon). Akustisch durchaus interessant.

Erklärung des Quadrupels (a-b-c-d):
a, b: Wertung von Nessi
c, d: Wertung von Kuni
a, c: akustische Wertung
b, d: optische Wertung
1 (schlecht) <= a, b, c, d <= 5 (gut)

Ganz unten

Wir besuchen in Japan ja immer gerne Orte, von denen selbst der durchschnittliche Japaner noch nie gehört hat – der hier gehört definitiv dazu: der Bahnhof Doai.

Von außen sieht der Bahnhof noch relativ unspektakulär aus…

…und möchte man Richtung Süden muss man im Bahnhof lediglich nach rechts auf den Bahnsteig 2 direkt vor dem Bahnhofsgebäude gehen uns ist glücklich.

Wir wollten aber nach Norden, mussten also zum Bahnsteig 1 nach links.

Nach ein paar Metern folgt eine weitere Kurve nach links…

…dann eine Brücke mit Zwischenabsatz…

…noch etwas mehr Brücke…

…mit einem netten Blick auf einen Gebirgsbach…

…und dann kommt schon das Highlight des Bahnhofs:

Da der Bahnhof 70m unter der Erde liegt, darf man eine 462-stufige Treppe hinabsteigen (wir wussten, warum wir die Tour in dieser Richtung geplant hatten!):

Begleitet wird man von einem idyllischen Bergbächlein…

…das sich hier und da aus den Wänden speist:

Unten angekommen, kann man noch einmal die gesamte Treppe optisch genießen:

Aber auch der Bahnhof ist malerisch:

Er hat sogar ein Wartehäuschen…

…und eine Toilette (man stelle sich vor, mit gefüllter Blase die Treppe hocheilen zu müssen):

Auch die offene Verkabelung im abgesperrten Bereich ist sehenswert:

Und wenn man sich endlich vollkommen mit der Grubenoptik angefreundet hat, erscheint ein Licht am Ende des Tunnels…

…und ein erstaunlich moderner Zug erscheint, um einen wieder ans Tageslicht zu bringen:

Zugige Eindrücke

Für Freunde des gepflegten Schienenverkehrs folgt eine semichronologische Zusammenfassung der schönsten Zugbilder unserer diesjähriger Japan-Reise…

E259 series EMU des Limited Express Narita Express:

E231 series EMU der Shōnan-Shinjuku Line (man beachte den Doppelstockteil in dem Lichtraumprofil):

E657 series EMU des Limited Express Hitachi:

KiHa 11-6 der Minato Line von Hitachinaka Seaside Railway:

Wieder ein E657 series EMU, diesmal als Limited Express Tokiwa:

Hier zusammen mit der 651 series EMU vom Limited Express Suwaro Akagi

…und noch einem weiteren Regionalzug oben drüber:

Kommen wir zu den Shinkansen (Superschnellzüge) und dort auch gleich zum schnellsten von allen – E5 Series Hayabusa (grün, breit) und E6 Series Komachi (rot, schmal) gekoppelt (und beide zusammen im Regelbetrieb 320 km/h schnell!):

E7 Series (Kagayaki, Hakutaka, Tsurugi oder Asama):

E4 Series Max Toki:

Innenaufnahme der oberen Etage:

Zwei gekoppelt ergeben 1634 Sitze – nach wie vor Weltrekord für einen Hochgeschwindigkeitszug (240km/h):

E2 Series Toki:

Noch ein paar Detailaufnahmen der E7-Serie:

Und zum Abschluss der Keisei Skyliner (Keisei AE Series von 2009), der uns am Ende der Reise zum Flughafen Narita brachte:

Schoko-Pommes

Und weiter geht es mit kulinarischen Köstlichkeiten aus dem Reich der aufgehenden Sonne – heute waren wir bei McDonalds…

Den Teriyaki-Burger kannten und liebten wir schon. Die Minestrone war uns hingegen neu und weil bald Helloween ist, gibt es momentan “Hexenpommes” mit einer lila-braun-gestreiften Schoko-Sauce:

Und ja, letztgenanntes schmeckt wirklich so schlimm, wie es aussieht…

Die Baumkuchenscheibe zum Abendbrot hat dagegen in Japan Tradition (jeder Japaner kennt das deutsche Wort Baumkuchen):

Milch hochkalorisch

Nach dem gestrigen Dry-Cola-Erlebnis gab es heute zwei positive kulinarische Neuentdeckungen.

Zum einen Cola-Float: Cola mit Vanilleeis fertig in der Flasche. Klingt grausam, schmeckt aber überraschend gut:

Zum anderen ein gestapeltes Dessert, bei dem jede Schicht eine weitere Dimension von Genuss und schlechtem Gewissen erzeugte:

Edelkarotte

Ja, wir wussten das Gemüse in Japan teuer ist, aber die liebevoll eingepackte 130yen-Karotte musste dann doch bebloggt werden:

Verdünnte Säure

Mal wieder was Neues ausprobiert – kristallklare “Dry Cola”:

Nunja, schmeckt leider wirklich wie Cola, die man solange mit Selters aufgegossen hat, bis sie farblos ist.