ESC 2018 – Zweites Halbfinale

Armenien (2-2-2-2)
Optisch sehr minimalistischer Auftritt. Faszinierend, wie die Sängerin gleich noch das Oh-oh des Background-Chors mitsingt. Nur echt mit gesprungenem Boden.

Irland (2-3-2-3)
Optisch eine ziemlich gelungene Hommage an die 50s/60s in den USA. Die Musik passt dazu zwar kein bisschen, aber dafür gab es mal wieder etwas Farbe auf der Bühne.

Moldawien (3-4-3-4)
Schöne Sandmalerei, bei der die unspektakuläre Musik auch nicht wirklich gestört hat.

Schweiz (2-2-2-2)
Das der akustisch orientalischste Beitrag mal aus den Alpen kommen würde. Optisch lässt sich der Beitrag am besten als “eindeutig rot” beschreiben.

Lettland (1-2-2-2)
Dahinplätschernder sehr seichter Country-Song. Erschwert einem zunehmend das Wachbleiben. Optisch analog unspektakulär.

Rumänien (3-1-3-2)
Theater noir mit gruselig kostümierten Pantomimem und einem Gitarrenspieler, dem man zur Schmerzlinderung eine Halskrause wünscht.
(Gastbeitrag von Nao gleich zu Beginn, bezogen auf die Sängerin: “Okay, schlimm aussehen tut sie…”)

Dänemark (3-3-2-2)
Etwas sehr gezwungen wirkend diverser Auftritt. Musikalisch ohne große Überraschungen aber zumindest ein netter Slow-Fox.

Schweden (3-3-4-3)
One-Man-Show (auch wenn am Ende ein Gospel-Chor dazukommt), aber keine schlechte. Sogar mit Rückung.

Österreich (2-2-2-2)
Björk light? Man wartet die ganze Zeit darauf, dass es endlich richtig losgeht. Und dann war es auch schon wieder vorbei…

Kroatien (3-2-3-3)
Ein Sänger, der sich (sogar noch vor der Rückung) seine Flügel verdient. Alles ein bisschen zu sehr aufgetragen.

Malta (3-3-3-4)
Ein Auftritt wie aus einem hippen Influencer-Youtube-Video.

Litauen (4-3-3-3)
Ein Auftritt, der sehr optisch alles auf die Attraktivität des Sängers setzt. Akustisch vergleichsweise unspektakulär.

Russland (3-4-4-4)
Spannendes Pseudo-Spiegel-Kabinett, dass mit einer beeindruckenden Stimme besungen wird.

Albanien (4-4-4-4)
Nicht schlecht: praktisch alle Balkan-Stereotypen in einem Auftritt.

Norwegen (5-4-5-4)
Und wir dachten schon, dieses Jahr kommt gar kein Discofox mehr. Und dann noch so ein wirklich gelungener.

Niederlande (4-3-4-3)
Schöner Einzelauftritt mit herunterschwebender Leucht-Discokugel.

Nordmazedonien (3-3-3-3)
Starker Auftritt, bei dem man die Sängerin einmal von vorn und irritierenderweise gleichzeitig fünfmal von hinten sieht – warum auch immer.

Aserbaidschan (2-3-4-5)
Interessante Interpretation von Industrial: pack die Roboter einfach auf die Bühne. Akustisch im Refrain hart an Modern Talking.

Erklärung des Quadrupels (a-b-c-d):
a, b: Wertung von Nessi
c, d: Wertung von Kuni
a, c: akustische Wertung
b, d: optische Wertung
1 (schlecht) <= a, b, c, d <= 5 (gut)

ESC 2019 – Erstes Halbfinale

Zypern (3-2-2-3)
Western-Sirtaki in Latex-Reizunterwäsche mit Gebamsel – auf jeden Fall ein ungewöhnliner Einstig in den diesjährigen ESC

Montenegro (2-2-2-2)
Optisch stark an religiöse Großevents angelehnt – musikalisch eher langweiliges Dahingedudel.

Finnland (3-3-3-3)
Musikalisch hatten wir bei Darude ehrlich gesagt deutlich mehr erwartet/erhofft. Zusätzlich wurde die Optik erfolgreich und mehr oder weniger komplett an die Frau in grün ausgelagert.

Polen (1-2-1-2)
Gut geschrien ist halb gesungen (klingt dann aber auch nur halb gut…). Optisch, nunja, retro-bunt.

Slowenien (3-3-3-3)
Man möchte die ganze Zeit die Sängerin in den Arm nehmen und ihr sagen, dass alles gut wird… Unspektakuär aber erfreulich melodisch dahinplätschernd.

Tschechien (2-2-2-2)
Eine Boyband in bester Schaufensterpuppenoptik und mit verdammt fantasieloser Musik.

Ungarn (4-3-4-3)
Gelungene, dezente Barfussballade mit Mitklatschrefrain – einfach schön.

Weißrussland (2-2-2-3)
Poppige Samba mit sehr 80’s-Feeling auf der Bühne (wieviel Neon-Lila verträgt ein Auftritt?)

Serbien (3-4-4-4)
Endlich mal wieder eine rundum gelungene Balkan-ESC-Ballade im Walzertakt.

Belgien (3-3-3-3)
Die Taikos waren leider nur reine Optik (zu sehen, aber überhaupt nicht zu hören). Der Song hätte mit einer kräftigeren Stimme durchaus was werden können – schade…

Georgien (2-3-2-2)
Irritierend, wie sich die ausdrucksstarke Gestik und Mimik leider nicht in einer äquivalent ausdrucksstarken Musik widerspiegelt.

Australien (4-4-4-4)
Optisch und akustisch definitiv gewöhnungsbedürftig (Sängerin am Stiel). So abgefahren, dass es schon wieder gut ist.

Island (1-1-1-1)
Wilde Mischung aus Rammstein und Neue Deutsche Welle. Gewährte aber einen interessanten Einblick in die isländische BDSM-Szene. Und das sie bei DEM Lied noch eine Rückung einbauen konnten…

Estland (3-3-4-3)
Westerngitarre, Lederjacke und ein Schwiegermuttertraum von Sänger – was kann da schiefgehen. Auch musikalisch etwas übertrieben gefällig. Der Trick mit der verschwindenen und wiederauftauchenden Gitarre ist nett.

Portugal (2-2-2-2)
Schwer zu sagen, was irritierender ist: der zappelnde Bauchtänzer beim Spitzentanz oder die Bartprothese des Sängers. Musik war auch irgendwie da.

Griechenland (2-2-3-4)
Flaggenalphabet mit Floretts (Floretten? Florettini?) – warum nicht? Bildgewaltiger Auftritt. Einen Ball ins Publikum werfen, damit die was zu tun haben, ist auch kreativ. Musik hat den optischen Eindruck nicht getrübt.

San Marino (2-2-2-2)
Schöne tiefe Stimme, die leider konsequent neben den Tönen lag. Optisch wurden die Background-Tanz-Bachelor gnadenlos in Shorts verheizt.

Erklärung des Quadrupels (a-b-c-d):
a, b: Wertung von Nessi
c, d: Wertung von Kuni
a, c: akustische Wertung
b, d: optische Wertung
1 (schlecht) <= a, b, c, d <= 5 (gut)

Monsun-Feeling powered by BVG

Man ist als ÖPNV-Nutzer im Regen ja schon etwas gegenüber einem Autofahrer benachteilt, aber wenigstens kann man sich ja in den Wartephasen im trockenen Haltestellenhäuschen unterstellen – nunja, zumindest in der Theorie…

Einwöchiges Schulungsgelage

Auf vielfachen Wunsch meiner Kollegen folgen die Photos meiner mittäglichen Mahlzeiten während meiner einwöchigen, externen Schulung im hipperen Teil von Berlin:

Tag 1 – Rindergulasch mit Penne

Tag 2 – Vietnamesisch – Hähnchensaté-Spieße…

…gebratenenes Rindfleisch…

…und ein Chia-Basilikum-Lassi:

Tag 3 – Trüffelburger mit Trüffelpommes…

…nebst hausgemachter Ingwerlimonade:

Tag 4 – Rumpsteak:

Tag 5 – Pasta Putanesca…

…und Panna Cotta:

Yep, die Schulung hat sich wieder mal gelohnt – vielleicht sollte man noch erwähnen, dass ich nebenbei auch wirklich viel gelernt habe…

ESC 2018 – Finale

Wie jedes Jahr hier noch die fehlenden Bewertungen der Länder, die erst im Finale zum ersten Mal erscheinen

Spanien (3-1-3-2)
Schmalziger, etwas zu dick aufgetragener Kitsch-Walzer.

Portugal (4-2-4-2)
Wirklich sehr schöne Stimmen, dummerweise hört das Lied irgendwie nach einer ewigen Einleitung einfach auf…

United Kingdom (3-2-4-3)
Durchaus gefälliger Mainstream-Pop mit toller Stimme gesungen.

Deutschland (4-4-4-4)
Deutlich besser als erwartet. Die gegenüber dem Vorentscheid noch mal gepimpte Videoshow im Hintergrund hat dem Auftritt wirklich gut getan.

Frankreich (3-2-3-2)
Zum vor sich hinplätschernden Song stehen die Protagonisten erst knietief im Nebel und wandern dann fröhlich über die vorgelagerte Bühne.

Italien (4-4-4-4)
Definitiv der internationalste (und politischste) Beitrag dieses ESC – beeindruckendes Duett.

Erklärung des Quadrupels (a-b-c-d):
a, b: Wertung von Nessi
c, d: Wertung von Kuni
a, c: akustische Wertung
b, d: optische Wertung
1 (schlecht) <= a, b, c, d <= 5 (gut)

ESC 2018 – Zweites Halbfinale

Norwegen (2-2-2-3)
Ok, das war dann anscheinend der diesjährige Sesamstraßenbeitrag.

Rumänien (3-2-3-2)
Etwas irritierende Balladen-Rock-E-Gitarren-Cello-Nummer mit unzähligen maskierten Schaufensterpuppen.

Serbien (3-3-3-3)
Poppige aber durchaus gefällige Balkan-Hymne.

San Marino (2-3-2-3)
Leider etwas sehr bemüht cool wirkende Nummer mit Rap-Einlagen, tanzenden Kampfsportlerinnen im Hintergrund aber zugegebenermaßen niedlichen (und nur dezent deplaziert wirkenden) Nao-Robotern.

Dänemark (4-4-5-4)
Optisch sehr minimalistisch – dafür akustisch überwältigend.

Russland (3-3-3-3)
Live-Contemporary-Gehüpfe mit Live-Musik – hat man auch nicht alle Tage.

Moldawien (3-4-4-5)
OK, sowas hatten wir definitiv noch nie. Wilde Mischung aus Slapstick, Zaubershow und Polka.

Niederlande (3-2-3-2)
Den amerikanischen Beitrag des Abends brachten mal wieder die Niederlande – diesmal sogar mit inkludiertem Veitstanz.

Australien (3-3-4-3)
Glitzernde Mischung aus Mariah Carey und Beyoncé.

Georgien (3-3-3-2)
Drei vor sich hin plätschernde Tenöre.

Polen (2-2-2-2)
Langatmiger Pseudo-Beach-Dancefloor.

Malta (3-3-3-4)
Die Java-Methode und das schwebende, anatomisch korrekte Herz zum Einstieg hatten schon was. Auch der restliche Bühnenauftritt war definitiv ansehnlich. Es gab wohl auch Musik, aber von der ist nicht viel hängengeblieben.

Ungarn (2-2-2-2)
Rock-Rebellen mit viel Flammen, haarezupfenden Leadsänger und pseudostagedivendem Gitarristen.

Lettland (3-3-3-2)
Mann, war dieser Auftritt … rot. Durchaus nette Stimme, aber leider etwas fades Lied.

Schweden (3-2-3-3)
Justin Bieber auf einer Zeitreise in die 80er.

Montenegro (3-3-3-3)
Molitva light.

Slowenien (2-1-2-2)
Das einzige was hängenbleibt sind schmerzhafte Erinnerungen an Stroboskop-Effekte und einen gespielten Stromausfall.

Ukraine (3-2-3-3)
Der Vampir, der aus dem Flügel stieg und die ganze Zeit was im Auge hatte.

Erklärung des Quadrupels (a-b-c-d):
a, b: Wertung von Nessi
c, d: Wertung von Kuni
a, c: akustische Wertung
b, d: optische Wertung
1 (schlecht) <= a, b, c, d <= 5 (gut)

ESC 2018 – Erstes Halbfinale

Aserbaidschan (3-2-4-4)
Etwas seichter aber dennoch sympathischer Discofox, präsentiert in ansehnlicher Damenunterwäsche als Einstieg in den diesjährigen ESC. Mit virtueller Glitzerweltkugel.

Island (3-3-3-3)
Akustisch und optisch eine typische 80er-Jahre-Ballade, gesungen von einem 90er-Jahre-Boyband-Leadsänger.

Albanien (4-2-4-3)
Rockige Balkan-Hymne mit sympathisch dauerlächelndem Sänger.

Belgien (2-2-2-2)
Akustisch nicht weit von Deutschlands “Black-Smoke-Disaster” entfernt, optisch eine Kreuzung aus Hippie und Gothic-Lolita.

Tschechien (1-1-1-1)
Schwer zu bewerten – Ist es Satire? Ein Aerobic-Video? Ein Kunstprojekt, das etwas aus dem Ruder gelaufen ist?

Litauen (4-4-4-4)
Schöne, supersofte, teilweise nur gehauchte Stimme. Optisch ebenfalls sehr zurückhaltend, was in diesem Fall aber perfekt passt.

Israel (1-1-1-1)
Na toll, eine Sängerin, die sich für ein Hühnchen hält – schön, das wir alle an der Therapie teilhaben durften…

Weißrussland (2-2-3-1)
Unspektakulärer Song, ein zitternder Sänger, der mit einer Rose kuschelt und eine sehr pointiert tanzende Anmut in rotem Kleid.

Estland (5-5-5-5)
Beeindruckender Sopran mit endlos langem Kleid, auf dem wirklich schöne Farbspiele gezeigt zu sehen waren.

Bulgarien (2-2-3-3)
Diesem durchproduzierten Auftritt merkt man etwas sehr deutlich an, dass unbedingt für jeden möglichen Zuschauertyp etwas dabei sein sollte.

Mazedonien (2-2-2-2)
Reggae mit Pop-Einlagen: klingt nicht so, als könnte es funktionieren – und hat es auch nicht…

Kroatien (2-1-2-2)
Blues-ige Wiener-Walzer-Ballade mit Rap-Einlage und einem Kleid, dass man eher bei GNTM erwartet hätte.

Österreich (3-3-4-3)
Der erste Beitrag, den man zweifellos als zeitgenössischen Pop einordnen kann. Inklusive einiger etwas arg bekannt vorkommender Passagen.

Griechenland (3-3-4-3)
Trommelgewaltige Hymne. Optisch sehr, nunja, griechisch.

Finnland (3-2-3-2)
Vor sich hinplätschernder Song in irritierender Kulisse (Auftritt zwischen Messerwerferdrehscheiben und Nazi-Uniformen).

Armenien (3-3-3-2)
Nette Ballade inmitten von riesigen Dominosteinen. Und wer nach diesem Auftritt keinen Anfall hatte, hat definitiv keine Epilepsie…

Schweiz (3-2-3-2)
Optisch Country, akustisch unbeeindruckender Mainstream-Pop.

Irland (3-3-4-3)
Akustisch und vor allem optisch ein reines Wohlfühlprogramm. Irgendwie fühlt man sich sehr an die irischen ESC-Beiträge der 90er erinnert.

Zypern (2-1-3-4)
Zum Abschluss nochmal ein richtig traditionelles mediteranes ESC-Erlebnis: Sängerin in sexy Dress mit synchron tanzendem Hintergrundchor. Wobei die Flammen in dieser Menge zugegebenermaßen neu sind.

Erklärung des Quadrupels (a-b-c-d):
a, b: Wertung von Nessi
c, d: Wertung von Kuni
a, c: akustische Wertung
b, d: optische Wertung
1 (schlecht) <= a, b, c, d <= 5 (gut)

Was nicht passt…

Wir haben auf Arbeit neue Schalen zum Aufsammeln der Tropfen unter den Seifespendern bekommen – soweit, so gut.

Nun war allerdings auf der Behindertentoilette nicht genug Platz unter dem Spender, also … wurde sie einfach daneben montiert:

Man bucht nicht einfach eine Zugfahrt bei der Deutschen Bahn…

Vielleicht bin ich ja nur verwöhnt, da ich vor knapp zwei Wochen aus Japan zurückgekommen bin – ich erzähle (neben vielen anderen Dingen 🙂 ) immer wieder gerne, wie ich bei jedem Japan-Urlaub bei der Ankunft schon am Flughafenbahnhof alle geplanten Züge reservieren lasse. Dieser Vorgang dauert dann, inklusive dem Ausdrucken der 50+ Reservierungsbelege, ungefähr 5 bis 10 Minuten und ist wirklich beeindruckend anzuschauen.

Wieder zurück in Deutschland durfte ich gerade live erleben, wie es die Deutsche Bahn in anderthalb Stunden nicht geschafft hat, mir zwei Zugfahrten zu verkaufen – und auch jetzt noch nicht mal erklären kann, warum…

Fangen wir von vorne an: ich möchte im Oktober nach Warschau fahren, also ging ich schon vor einer Woche naiv auf die Webseite der Bahn, nur um völlig katastrophale Verbindungen mit fragwürdigen Umsteigeaktionen angezeigt zu bekommen. Aber sollte da nicht eigentlich eine Direktverbindung zwischen Berlin und Warschau existieren? Nunja, Wikipedia klärt auf: natürlich gibt es den Berlin-Warszawa-Express, aber den kann man erst 60 Tage vorher buchen. Schade, dass die Bahnseite das einem nicht mitteilt…

Nagut, also eine Woche gewartet und heute erneut probiert: ja, es gibt die Verbindung, der Zug ist reservierungspflichtig, aber die Sitzplatzgebühr ist schon drin, also ab und buchen, oder?

Nur noch schnell auswählen, dass ich die Tickets per … Moment … Post haben will? Ja, ohne weitere Erklärung gibt es diese Tickets ausschließlich per Brief (rückblickend wäre dies ein toller Moment zum Aufhören gewesen 😉 ).

Kurz mit mir diskutiert, in welchem Jahrhundert wir leben, “meinetwegen” angekreuzt und jetzt musste ich nur noch schnell meinen Sitzplatzwunsch angeben: Abteil, Fenster und … ich bekomme angezeigt, dass so ein Platz leider nicht mehr frei ist. Okay, kann passieren, dann nehm ich halt nen anderen, ich muss ja nur … was? ernsthaft? Ja, die Webseite hat mich zurück zur Zugauswahl katapultiert.

Und in welchem der Züge war eigentlich kein Fensterplatz mehr frei? Ich weiß es nicht, die Bahn anscheinend auch nicht. Also nochmal die Züge ausgewählt, Briefticket angeklickt und dann bei Sitzplatz “Großraum, Fenster” ausgewählt. Leider ist auch da in einem Zug (welcher verdammt?) nichts mehr zu haben. Und danach natürlich wieder zurück zur Zugauswahl.

Also noch einmal das Spiel (inzwischen kann ich die Klicks blind setzen) und aus Verzweiflung bei Sitzplatz “egal wo, lass mich einfach mitfahren” ausgewählt). Dies scheint zu funktionieren. Brav bekomme ich die Folgemaske zur Eingabe meiner Adress- und Kreditkartendaten. Jetzt nur noch auf Bestätigen klicken und dann … in die Tischkante beißen. Ja, nach der Eingabe aller meiner Daten erscheint jetzt wirklich ein Fenster, in dem mir mitgeteilt wird, dass in einem Zug leider keine Plätze mehr frei sind.

Okay, spätestens jetzt weiß ich wirklich, dass ich über den Online-Auftritt heute keine Fahrkarte mehr bekommen werde. Und nun? Die Konferenz ist bereits gebucht, ich brauche die Fahrt also wirklich. Kurz über Bus oder Flug nachgedacht, aber eigentlich wollte ich wirklich mal wieder ne Fernstrecke per Bummelbahn fahren (vielleicht das letzte Mal).

Also geben wir der Bahn noch eine letzte Chance: Anruf per kostenpflichtiger Hotline. Nur eine Minute Sprachcomputer später habe ich tatsächlich schon eine Ansprechpartnerin, von der ich mir erstmal bestätigen lasse, dass die letzten Aktionen nicht doch noch eine Kreditkartenbelastung ausgelöst haben (ich traue dem Onlineauftritt inzwischen nicht mehr weiter, als ich einen Güterzug werfen kann).

Nun geht es an die Buchung und … auch der freundlichen Dame werden leider alle Züge als nicht buchbar angezeigt, was wohl “öfter” vorkommen soll. Ihre Empfehlung ist es, am besten in ein Reisezentrum zu gehen oder es am Automaten zu versuchen (und schon sind wir bei der Deutschen Bahn vom Mittelalter in die Steinzeit geschickt worden – Zeitreisen können so einfach sein). Vielleicht kann mir aber auch der telefonische Auslandsreisedienst weiterhelfen, mit dem sie mich schnell verbinden könne.

Eine kurze Zwischenansage und schon bin ich in einer Warteschleife mit einer Prognose von “über 10 Minuten Wartezeit”. Die höre ich mir ein paar Minuten lang an, in denen ich sinniere, ob ich die Reisedaten inklusive Adress- und Kreditkartendaten wirklich übers Telefon diktieren möchte, um dann eventuelle Fehler erst eine Woche später auf den ausgedruckten Tickets zu sehen (die sich dann vermutlich gaaaaanz unbürokratisch und schnell beheben lassen) – und lege auf.

Wie wird es weitergehen? Was wird Kuni im Reisezentrum erleben? Wird Kuni noch vor der Konferenz nach Warschau gelangen?

Elektroschrottversand

Heute aus der Kategorie “Dinge, von denen ich noch nie gehört habe, die mir mein Leben aber definitiv erleichtern können”:

Kostenlose (Klein-)Elektrogeräteentsorgung über die Deutsche Post – also wirklich einfach das Gerät in einen Briefumschlag eintüten und ab in den Briefkasten.

Details gibt es hier, den kostenlosen Versandaufkleber hier (und drauf gekommen bin ich über diesen Zeitungsartikel)

…nur echt ohne Deppenapostroph