Ich habe heute den Wechsel vollzogen, nach nichteinmal einer Woche openSUSE 11.0 hatte ich die Nase gestrichen voll.
Jetzt habe ich heute erfolgreich auf Debian Lenny gewechselt und alles funktioniert irgendwie schneller und besser. openSUSE ist eher was für den Benutzer, der mit dem Zufrieden ist, was er bekommt. Und der Fairniss halber muss man gestehen, das man bei openSUSE als Einsteiger eine ganze Menge (hin-)bekommt. Aber für jemand wie mich, der gerne jede Feineinstellung selber vornimmt, für den ist dieses System einfach nichts mehr, was ich an ein paar Beispielen festmachen will.
In openSUSE 10.2 gehörte es noch mit zum Lieferumfang der Distribution, jetzt muss man ein Community-Repo nach der Installation hinzufügen. Jedoch ist dieses Paket irgendwie Fehlerhaft, zumindest sehen einige Icons in der Taskleiste damit sehr komisch aus. Stöbert man ein bisschen weiter in den Community-Repos findet man in einem weitern Repo eine Version die einen aktuellen GIT-Checkout gepackt hat. Hier funktioniert auf den ersten Blick dann nun doch alles einwandfrei. Jedoch gehört zu Fluxbox auch einfach die Slit… Und selbst die wichtigsten Dockapps findet man in keinem Community-Repo, dass heißt man kann erstmal schön fleißig selber kompilieren. Dafür wird man dann damit belohnt, das nach dem ersten Update Fluxbox plötzlich 99% der gesamten CPU-Leistung verschlingt. Unter Spass stelle ich mir was anderes vor.
Herrie
Mein Lieblingsmusikplayer unter Linux. Ist natürlich nur über ein
Community-Repo zu installieren und frisst dann auch beim Abspielen mal
eben so 25 % der CPU-Leistung – wohlgemerkt handelt es sich hier um
einen Terminal-Modus MP3 Player… 
Paketmanager
Hier hat man viel Arbeit bei Suse reingesteckt, dass muss ich zugeben. Aber wenn jemand mal Aptitude unter Debian eingesetzt hat, dann wird er bei dem ewigen rumgeaktualisiere und Zwischenspeicher gelade irgendwann die Geduld verlieren… Was dauert da bitteschön so lange?? Mit Smart kriegt man das in der Hälfte der Zeit hin, aber im Vergleich zu Debian fühlt man sich immernoch wie ein Trabantfahrer auf der Rennstrecke.
YAST
YAST ist im Prinzip gut für den Anfänger, denn mit diesem Tool findet man schnell per Mausklick die passende Einstellung. Ärgerlich ist das nur dann, wenn man schneller im Texteditor ist, denn die Standardkonfigurationsdatein werden von YAST immer überschrieben. Das geht soweit, das in der xorg.conf als erstes steht “DO NOT EDIT THIS FILE” … Äh, naja, dann kann ich auch gleich Windows benutzen.
Jetzt bin ich Debianer – endlich habe ich mich getraut. Aber selbst die Installation macht einen aufgeräumteren Eindruck als bei openSUSE. Irgendwie hab ich wieder das Gefühl Linux zu benutzen, die letzte Woche unter openSUSE zweifelte ich nämlich schon ein bisschen daran.
