Die Photographen

[ Matthias Döpke | Photos ]

“Wenn es nur um das Ergebnis ginge, hätte man auch gleich Maler werden können. Photographie besteht sowohl aus der geistig-künstlerischen Herausforderung, dem Thema, seinen Gedanken mit Licht und Schatten angemessenen Ausdruck zu verleihen, als auch aus dem subtilen Vergnügen, das der Umgang mit motorisierten Kameras, bedeutungsschwerem Zubehör und geheimnisvollen Chemikaliengemischen dem wirklich besessenen Photographen bietet. ”

Matthias Döpke, Jahrgang 71, ist Assistant Professor für Economics an der UCLA, USA.


[ Ralf Brüggemann | Photos ]

“Eine Photographie muß sofort faszinieren. Nur wenn sie sich selbst erklärt, kann sie Fragen an den Betrachter stellen. Aus diesem Grund entstehen meine Aufnahmen nach dem EASY- LOOKING-Prinzip. Als Photograph bin ich gezwungen, mich den technischen Prinzipien der Photographie zu beugen. Wenn man diese Prinzipien beherrscht, die Gesetze und Grenzen kennt, kann man gerade ihre Möglichkeiten nutzen, um eine individuelle Sehweise zu entwickeln und sie gestalterisch anzuwenden.”

Ralf Brüggemann, Jahrgang 72, promoviert in Volkswirtschaftslehre an der Humboldt Universität zu Berlin.


[ Christoph Müller | Photos ]

Christoph Müller, reizt an der Photographie weniger das Abbilden von Motiven, die dem Photographen und seiner Kamera zufällig zugetragen werden. Photographie ist für ihn Aktion nicht Reaktion. Das setzt voraus, daß der Photograph unmittelbar in das Geschehen vor der Kamera eingreift. Das Bild entsteht vor dem Photo, und die Herausforderung und die Faszination besteht darin, das Photo genau nach der Vorlage im Kopf entstehen zu lassen.

Christoph Müller, Jahrgang 72, promoviert in Rechtswissenschaften an der Universität Kiel, Schleswig-Holstein.


[ Carsten Schreiber | Photos ]

Eigentlich ist er sehr bescheiden, aber manchmal geht doch der Künstler mit ihm durch und er behauptet, seine Arbeiten würden in einer direkten Linie zu René Margritte, Otto Dix und August Sander stehen. Ob seine Bilder im Kopf entstehen oder sonstwo, darüber hat er sich noch keine Gedanken gemacht und was Fotografie ist, weiß auch er nicht. Erlaubt ist alles, was Spaß macht und toll ausschaut: Durch und durch postmodern nimmt er den Betrachter mit auf einen Drahtseilakt zwischen Kitsch und Kunst. Absturz garantiert !

Carsten Schreiber, Jahrgang 71, promoviert in Geschichte an der Universität Leipzig, Sachsen.


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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 29. Oktober 1999 von Ralf Brüggemann
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