"Rhodesians on the Web": Geschichte und Erinnerung, Virtualität und Gewalt.
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Inhalt: [Einleitung] [1. Ausgangslage.] [2. Die Aktivitäten der 'rhodesischen virtuellen Gemeinschaft']
[3. Zur Virtualität und Gewalt] [4. Neuland? Eine andere Art der Geschichtsschreibung zur Diskussion]  [Bibliographie] [Verzeichnis der ausgeführten Hyperlinks] (Orientation in diesem Fenster)

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Einleitung:

Blättert man in Enzyklopädien oder historischen Büchern, so besteht die Geschichtsschreibung fast ausschließlich aus einer denkwürdigen Sammlung von Gewalterscheinungen, deren mahnende Rufe klanglos an der Menschheit abzuprallen scheinen. Die Geschichte der Befreiung kolonisierter Länder macht keine Ausnahme, denn sie ist auch die Geschichte der Gewaltbereitschaft der Menschen, begründet, um eine vermeintliche Überlegenheit zu verteidigen oder um elementare Selbstbestimmungsrechte zu erobern. Die Geschichte der Länder Afrikas ist lange eine 'offizielle' Geschichte, mit je nach Bedarf, wechselnden Gesichtern geblieben. Die proklamierte Legitimät der Gewaltanwendung ist somit auch stets zu einer Variable reduziert geworden.

So war Simbabwes Befreiungskrieg auch Rhodesiens Überlebenskampf. Der historische Kontext läßt diese Geschichte zu einer auffallend späten Erscheinung werden, einer zu späten... Zu spät für die weißen Siedler, zu spät für die schwarze Bevölkerung. Die Qualität der dabei entfalteten Gewalt zeichnet sich in diesem historischen Kontext: durch ihre Verzweiflung und in ihrer "unkonventionellen" Ausdrucksform.

Diese Arbeit knüpft an die Problematik der einseitigen Geschichtsschreibung, am Beispiel Simbabwe, an indem sie sich mit einer vergessenen Gruppe von ex-Rhodesiern, 20 Jahre nach dem 'Untergang ihrer Heimat', beschäftigt. Sie knüpft aber auch an die Problematik der Gewaltverarbeitung, das heißt an die notwendige gemeinschaftliche und individuelle Verarbeitung gewaltsamer Ereignisse, ohne die offene Wunden nicht zu Narben verheilen können. Nach 1980 verloren viele Rhodesier nicht nur ihr Land, ihr Heim und ihre Geschichte, sondern auch oft die Möglichkeit diesen Heilungsprozeß zu durchlaufen.

Im Vorfeld dieser Arbeit stand jedoch die persönliche Frage warum einer Gruppe Aufmerksamkeit schenken, welche durch ihre Ideologie und Gewaltbereitschaft meines Erachtens sich "verdient" ins Abseits schickte?, warum womöglich Entgegenkommen erwecken? Tatsächlich wäre der Ansatz, diese Thematik erneut zu verarbeiten, ideologisch nicht unproblematisch und wissenschaftlich eher irrelevant,. würde diese nicht einen neuen Nährboden in einer revolutionären Kommunikationstechnik gefunden haben: Die Kombination von Computer und Telefon. Mit dieser Revolution gewann die Problematik der Rhodesier-Diaspora eine neue Qualität, indem neues 'Material' zum Vorschein kam, und bekam weiter eine neue Dimension durch die interaktive Beteiligung von bislang 'stummen' Individuen.

Die 'computer-mediated-communications' (CMC) fanden eine erfolgreiche und zunehmend populäre Anwendung im Internet. Sie ermöglichten die Schaffung einer neuen Welt in einem virtuellen Raum, dem Cyberspace. Diese Welt, anfangs besiedelt von Pionieren, beherbergt inzwischen ganze Kolonien oder virtuelle Gemeinschaften. Der Cyberspace, ein Begriff einst der Imagination eines Science-fiction Autors (Gibson, Neuromancer, London 1984) entsprungen, beinhaltet jedoch zahlreiche und komplexe Problemfelder, welche bis jetzt wissenschaftlich wenig untersucht worden sind. Diese befinden sich vor allem im soziologischem und politischem, aber auch u.a. im psychologischem Bereich. Wenn die wissenschaftliche Untersuchung des Phänomens der virtuellen Gemeinschaften in ihrer ersten Phase ist, so ist die Beobachtung und Beleuchtung einzelner Gemeinschaften anhand ihrer 'Internet-Sites' bis jetzt weitestgehend die Aufgabe von Verfassungs-rechtlichen oder polizeilichen Kommissionen geblieben.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Aktivitäten der virtuellen Gemeinschaft(en) von ex-Rhodesiern im Internet zu dokumentieren und einen bislang nicht erfolgten Versuch einer Analyse, mit besonderem Schwerpunkt auf den Aspekten der Geschichts- und Gewaltverarbeitung, zu unternehmen. Warum sind ex-Rhodesier im Internet aktiv, was propagieren sie dort, was trieb sie dort hin? Wir werden sehen, daß diese Gemeinschaft sich ein neues virtuelles Haus geschaffen hat, welches erstaunliche Parallelen mit dem reellen Raum und der 'realen Existenz' aufweist, aber auch eigenen Gesetzen folgt. Besondere Aufmerksamkeit wird den neu geschaffenen Räumen gewidmet, welche als Freiräume fungieren und jeweils verschiedenen Zwecken dienen. Eine vergleichende Analyse zwischen Gewalt, Armee und Internet wird ferner zeigen, welchen Grenzen diese Gruppe bei der 'virtualisierten' Verarbeitung der Gewalterfahrung ausgesetzt sind. Diese Arbeit schließt mit einem Ausblick ab, in welchem Fragen und Thesen über eine neue Art der Geschichtsschreibung als Diskussionsansatz dargestellt werden; Fragen und Thesen die mich bei meinen virtuellen Ausflüge immer wieder bewegten.

Ausgangsmaterial dieser Arbeit ist eine Auswahl von zahlreichen Seiten, angeboten im Internet durch aktive Mitglieder der 'rhodesischen virtuellen Gemeinschaft'. Diese Seiten sind gesichtet und gesichert worden im Zeitraum November - Dezember 1998. Dies ist von Relevanz da das Internet eine sich ständig verändernde Welt ist, und manche 'Sites' heute schon verschwunden sein können. Neben der in der Afrikawissenschaft bekannten Literatur über den Befreiungskrieg Simbabwes (u.a. Frederikse, Ranger/Bhebe) wird sekundäre Literatur zum Thema 'Gewalt' (u.a. Wulf) und vor allem zum Thema 'Internet und virtuelle Gemeinschaften' (Rheingold, Kitchin, Fernback/Thompson) dazu dienen, ein Raster zur Analyse des Materials zu geben.

Wenn auch die darzustellende Geschichte in der 2. Hälfte der 90er Jahre stattfindet, reichen doch ihre Wurzeln bis in den 60er Jahre zurück, als Rhodesien die einseitige Unabhängigkeit (UDI) erklärte. Ich möchte also als Erstes einige Aspekte der Genese dieser Geschichte erläutern.

 

1. Ausgangslage.

1.1. Die UDI

Am 11.11.1965 gedachte man in Teilen Europas der Toten des ersten Weltkriegs, während diesseits des Rheins die Narren los waren. Schicksal des Kalenders, der Ausruf der UDI (Uniliteral Declaration of Independence) an diesem Tag, durch Rhodesiens neuen Premier Ian Smith, dürfte im nachhinein manche Gedankenkette auslösen. Andacht?, Anspielung an die Theorie des 'Dolchstoßes im Rücken des 11. November'?, im 'Banner' der 'Rhodesians Worldwide on the Worlwide Web' schleifte im vergangenen November der 'Ticker' endlos:"...11th Day of the 11th Month – we will remember them..."

Der Tag der UDI steht nicht nur für Rhodesiens Neugeburtstag, welcher die "rhodesische Identität" verstärkte, wie diese Beispiele zeigen, sondern vollzog die langwierige Entfremdung zweier Welten: die von Großbritannien und dessen ehemaligen Siedlungskolonien. Bereits in der Opposition hatte Smiths Partei 'Rhodesian Front' die Unabhängigkeit von Großbritannien verlangt. Trotz konservativer Kurshaltung hatte im Wahlkampf 1962 die 'Dominion Party' von Premier Minister Whitehead seiner ultra-konservativen Opponenten Field und Smith weichen müssen. Als mit dem Sieg der Labour Party unter Harold Wilson in Großbritannien 1965 die Aussicht einer dauerhaften Fortsetzung der 'White Rule' verflogen schien, und die schwarze Opposition immer bedrohlicher wurde, ergriff Smith am 11.11.65 die 'Flucht nach vorne'. Die verhängten Sanktionen der Vereinten Nationen gegen Rhodesien, durchgesetzt 1968 durch Wilsons Regierung, trugen dazu bei das Land weiter zu isolieren, jedoch nicht in dem Sinne ihrer Urheber. Wie Ruth Weiss, Autorin u.a. des Buches 'The women of Zimbabwe' und damalige Zeitzeugin, in einem Gastvortrag an der Humboldt-Universität am 5.11.1997 bestätigte, wurde diese Handelssperre kaum eingehalten sondern im Gegenteil mit System umgegangen. Wirtschaftlich wenig getroffen, aber 'in Opposition mit der ganzen Welt' meißelte Rhodesiens Regierung nach Innen an einem Mythos, der wie folgt zusammengefaßt werden könnte: "Smith and his government were to defy the British, the United Nations, and African extremists until 1979, keeping the Rhodesian economy functioning and even improving, despite a terrorist campaign and a UN embargo on trade." Diese allgegenwärtige Feindseligkeit lieferte das 'beste' Material um Rhodesiens Zusammengehörigkeitsgefühl dauerhaft zu stärken.

 

1.2. Der 'Bush-Krieg'

Der Kampf der schwarzen Bevölkerung gegen die Minderheitsregierung gewann mittlerweile eine bisher nie dagewesene Qualität in seiner Organisation und in der Breite seiner Unterstützung. Ende 1972 trat der Guerillakampf in eine für die rhodesische Regierung nicht mehr zu verharmlosenden Phase ein. Der Krieg brach aus. Für Bruce Moore-King, damals Soldat bei den regulären Truppen, "a war that was a glorious adventure, an easy test of manhood, a war that was right and always honourable, a war where the good were white and the evil were black, a war as simple as that." Wenn für Moore-King, sich die Einfachheit dieses Krieges später als Lüge der älteren Generation entpuppte, so blieb jedoch vielen Soldaten diese 'Erleuchtung' vorenthalten

Rhodesische Quellen dürften beste Informationen über den Ablauf der Ereignisse liefern. Wie Terence Ranger jedoch zurecht bemerkte, sind zahlreiche Versuche einer Beschreibung dieser Kriegsereignisse seitens der Rhodesier an der reduzierenden Abhandlung der Greueltaten gescheitert. So ist die Beschreibung der Taktik von Smiths Regierung durch J.R.T Wood, Professor an der Universität von Durban-Westville, welcher zu den  'moderaten' Historiker Rhodesiens zählen dürfte, durchaus informativ aber 'mit Vorsicht zu genießen'. Er schreibt: "The Rhodesians adopted bold tactics, opting for a version of the 'US-preferred' model of counter-insurgency.[...] The 'US-preferred model' prescribes political development, social reform, the use of rural self-defence militias and high mobility forces.[...] The Rhodesians developed 'Fire Force' or the use of helicopters as gunships and troop transports to envelop insurgent groups vertically and eliminate them. Fire force was highly successful but too little attention was paid to avoiding injuring the rural people or of damaging their property." Diese minimalistische Erläuterung gibt uns dennoch Auskunft über die unkonventionelle Art der Kriegführung der 'Rhodesian Forces' gegen die ZANLA/ZIPRA (bewaffnete Branchen der nationalen Befreiungsparteien ZANU/ZAPU) Guerilla Offensive. Der vermeintliche Erfolg dieser 'Unkonventionalität' wurde durch die Aktivitäten von Spezialeinheiten wie den berüchtigten 'Selous Scouts', weiter ausgebaut. Die Legitimität, außergewöhnliche Methoden zu verwenden, wurde seitens der Rhodesier als eine notwendige Anpassung an die Taktik der Guerilla begründet. Aus dem Befreiungskrieg wurde ein 'Bush-Krieg', "a war of terror. On both sides"

Es ist hier nicht der Platz vorhanden, um auf die Grausamkeiten dieses Krieges in gerechtem Umfang einzugehen. Die inhumanen Methoden der Selous Scouts stehen den 'dirty tricks' der 'Intelligence Services' gegenüber, aber auch den fragwürdigen Hinrichtungen vermeintlicher 'sell outs' durch die 'Freedom Fighters' der ZANLA/ZIPRA. Um die Intensität, Wucht und Perversität dieser Gewalt sollte kein weiter Bogen gemacht werden. Terence Ranger's Antwort auf Ngwabi Bhebes Frage, inwieweit es Sinn machen würde auf die Problematik der Gewalt einzugehen, bestätigt diesen Ansatz. Es soll uns auch weiterhelfen bei der Beleuchtung der Gewaltverarbeitung durch ehemalige Soldaten der 'Rhodesian Forces' im Kapitel 3.

 

1.3. Die 'Niederlage, die keine war'

Das Ende dieses verzweifelten Krieges, wo stellvertretend eine Minderheit von etwa 260.000 Weißen einer Bevölkerung von 6 Mio. gegenüberstand, bereitete weitere Interpretationsschwierigkeiten für die vielen Männer und Frauen, die unmittelbar in den Ereignissen engagiert gewesen waren. Dieses Ende fand auch am Geheimnis-umwobenen 'grünen Tisch' statt. Um den Verdienst des Erfolgs der Lancaster House Conference 1979/80, welche die Einhaltung freier Wahlen vorsah und somit die Machtübernahme der ZANU/PF von R. Mugabe und J. Nkomo vorbereitete, wird in politischen Kreisen gerungen.

An dieser negoziierten Lösung scheiden sich jedoch bei vielen Rhodesiern die Geister. So wird zum Beispiel Ian Smith, bereits 1979 offiziell aus der 'Kommandobrücke' ausgestiegen, einerseits als Held, der den Weg zur Konfliktlösung ebnete, gefeiert, andererseits jedoch als 'Stofflieferant' für eine Verratstheorie angesehen. Smith selbst strickte an seiner eigenen Theorie des 'Great Betrayal' und nahm u.a. die britische Regierung in die Schußlinie: "During my world of politics I have come into contact with my fair share of devious characters, but I regard Carrington [der damalige Außenminister Großbritanniens] as the most two-faced of them all."

Verrat, als Erklärung einer 'Niederlage', genießt beim Militär eine lange Tradition. Wood sieht jedenfalls die rhodesischen Truppen ungeschlagen aus dem Feld gehen, und bekräftigt somit den in rhodesischen Kreisen sich verbreitenden Mythos einer 'sauberen' Armee, geschlagen ohne den Kampf ausgetragen zu haben. Eine letzte Zuckung Rhodesiens dürfte bei einigen Soldaten diesen Mythos weiter fest verankert haben: Ein Coup war für den Tag der Bekanntgabe der Wahlergebnisse am 4.3.1980 geplant. Rhodesische Einheiten waren schon in Stellung gegangen, warteten jedoch vergeblich auf den entscheidenden Befehl von 'oben'.

 

1.4. Auswanderung und Diaspora Bildung

Aus Rhodesien wurde Simbabwe. Diese äußerliche Umwandlung war auch eine innere Verwandlung, mit welcher viele ex-Rhodesier Schwierigkeiten hatten sich zu identifizieren. Aus dem 'Haus' von Cecil Rhodes wurde ein 'Haus aus Stein', ein deutliches Zeichen des Bruchs mit der weißen Vergangenheit, so am Herz der Rhodesier. Trotz des versöhnlichen Appells der neuen Regierung unter Robert Mugabe für eine nationale Einheit, setzte sich die seit Kriegsausbruch bereits eingesetzte weiße Auswanderungswelle verstärkt fort. Heutige Schätzungen ergeben, daß insgesamt etwa 60% der 1976 im Land lebenden Rhodesier europäischer Abstammung in Folge des Krieges ausgewandert sind. Dazu müßte man ebenfalls Bürger mit ausländischen Pässen (u.a. Briten, Südafrikaner) zählen, sowie Afrikaner, die auf der Seite der Rhodesier gekämpft hatten oder den 'marxistischen' Kurs der Regierung entschieden ablehnten, was statistisch jedoch waghalsig sein dürfte.

Diese Schätzungen machen aber auch deutlich wie schwierig eine klare Definition des Begriffs 'Rhodesier' ist. Wenn diese Bezeichnung vor allem eine Selbstdefinition ist, so besagt sie uns wenig über die Kriterien welche dazu führen. Sie scheint auch bewußt seitens der 'Rhodesier' flexibel gehalten zu sein, um eine mögliche 'Zuwanderung' offen zu halten. Frederikses kleinen Zeigefinger auf die 'When wes' weist auf eine der pathetischen 'rhodesischen' bindenden Selbstdefinitionen hin. Auch wenn manche 'Rhodesier' in Simbabwe anzutreffen sind, so scheint der Verlust der Heimat oder zumindest ein offener Bruch mit der Vergangenheit im 'heiligen Land', bedingt durch die Ablehnung oder die Angst vor der 'marxistischen' Ideologie der Regierung, ein prägendes Merkmal der heutigen 'rhodesischen Identität' zu sein.

Oft vollzog sich dieser Bruch mit dem Neubeginn der persönlichen Existenz in fernen Ländern. Ein Blick auf Teilnehmerlisten von 'rhodesischen virtuellen Gemeinschaften' scheint darauf hinzuweisen, daß zahlreiche Auswanderer diesen Neubeginn in Staaten wie Australien, Neuseeland, Kanada und vor allem Südafrika versuchten, allesamt ehemalige britische Siedlungskolonien, wo das Prinzip der 'White Rule' auf brutale Weise verteidigt wurde. Die Vermutung, daß auf einen gewissen bemitleidenden Effekt der weißen Siedlerbevölkerung für die Neueinwanderer gesetzt wurde, liegt natürlich nah. Diese Länder lassen uns auch Rückschlüsse auf das finanzielle Vermögen der Ausgewanderten ziehen: Die Existenzgründung und -sicherung ist in den 'entwickelten' Ländern eine kostspielige Angelegenheit und erfordert ein angemessenes Startkapital, welches diese Rhodesier nicht verloren zu haben scheinen.

So bildete sich im Laufe der 80er Jahre die zahlenmäßig kleine Diaspora der Rhodesier heraus, zerstreut über die fünf Kontinente. Untergetaucht in der weiten Welt, entwickelten die Betroffenen bald das Bedürfnis Kontakte mit Teilen der Vergangenheit wieder zu knüpfen. Bereits 1978 startete Geoff Hill die Zeitschrift 'Rhodesian Worldwide', ein Blatt, dessen deklarierte Aufgabe "[...] to strengthen and maintain the bond that residents of Rhodesia formed during its turbulent years" war. Die Herausgeber dieser Zeitschrift schätzen ihre Leserschaft heute auf 60.000 Personen.

Die 80er Jahre brachten nicht nur neue Heime und alte Kontakte, die Abrechnung mit den gewaltsamen Ereignissen der letzten Jahre war noch nicht beglichen. Moore-Kings sensible und bestechend scharfsinnige Interpretation seiner Erfahrungen als rhodesischer Soldat blieb leider nur ein persönlicher Prozeß, wie er selber schildern mußte. Der Gewalt neuen Sinn zu geben, mußte für viele ehemalige Solddaten der 'Rhodesians Forces' eine notwendige, aber auch schwierige Aufgabe gewesen sein: Der Verlust einer nationalstaatlichen Ordnung, die relative Isolation in der neuen Heimat, die internationale allgemeine Gleichgültigkeit oder gar Verachtung, kombiniert mit den Spuren der 'PsyAc' Propaganda, dürften zahlreiche Betroffene orientierungslos gelassen haben. Nyamfukudzas Kurzgeschichte 'The Visitation' läßt uns die Schwierigkeit dieses Prozesses erahnen. Sie endet mit pechschwarzen Perspektiven.

Die Gewalterfahrung war keine Exklusivität der männlichen Gesellschaft. Der Verlust von nahen Verwandten oder die Entwurzelung von der Heimat sind geschlechtslos. Jedoch die Vermengung von 'passiven', das heißt von der Opferseite erlebten Ereignissen, mit 'Täter bezogenen' Gewalttaten haben zu einer weiteren Verklärung beigetragen, welche eine sinnvolle Gewaltverarbeitung behinderte, wie weiter im Abschnitt 3 geschildert wird.

Wie in der Einleitung bereits erwähnt, mangelt die Problematik der Rhodesier Diaspora und der zahlreichen damit verbundenen Mythen, allein an Aktualität und Relevanz. Auch wenn Bhebe und Ranger betonen, daß im Gegenteil zur Militärliteratur, Kenntnisse über die Alltagskultur Rhodesiens dürftig erscheinen, so widmen sie auch kaum ein Kapitel darüber in ihren zwei Sammelbänden 'Soldiers...' und 'Society in Zimbabwe's Liberation War'. Ähnlich zog diese Problematik selten einen seriösen Wissenschaftler in den letzten Jahre an.

Gebunden an 'irdische' Bedingungen drohte der 'Rhodesian Spirit', trotz manchen Ergusses an 'Militaria' Publikationen, auf Zeit zu ersticken. Eine Revolution in der Kommunikationstechnologie, deren Ausmaß heute noch schwer einzuschätzen ist, änderte jedoch diese Lage grundlegend.

 

1.5. Die technologischen Entwicklungen der 90er Jahre und deren Bedeutung

Wie wichtig Kommunikation innerhalb einer Gesellschaft oder einer Gemeinschaft ist, ist uns allen klar. Fernback und Thompson erläutern noch einmal: "The structural process that is associated with community is communication. Without communication there can be no action to organize social relations. The intimate nature of this relationship is best illustrated in the words community and communications". Die 'Computer-Mediated-Communications', kurz CMC, leiteten drei neue Wege der Kommunikation ein: Das Email, oder die digitale zuverlässige und sofortige Zustellung von Briefen über weite Entfernungen, das Internet, welches einen weltweiten interaktiven Austausch von Dokumenten erlaubt, und den IRC (Internet Relay Chat) oder 'Chat Channel', mit dem synchron, d.h. in Echt-Zeit mehrere Diskussionen geführt werden können. Die Erfindung dieser Technologie geht auf die 70er Jahre zurück. Erst in den 90er Jahren aber gelang es der Computer Industrie, ihre Produktionskosten so weit zu senken, daß die Verbreitung der 'Heimcomputer' rasant steigen konnte. Gleichzeitig entwickelten in den letzten Jahren Softwarefirmen 'intuitiv basierte' Anwendungen, die eine Benutzung der CMC ohne große Fachkenntnisse ermöglichten. Besonders im Bereich der Internet Navigation und Publikation haben die neuesten Programme den 'Einstieg' erheblich erleichtert. Diese ermöglichen jetzt nicht nur den Transfer von Text-, sonder auch von Bild- und Tondateien, auf einer internationalen Bühne und im Rahmen der privaten Initiative.

Howard Rheingold, einer der Spezialisten des Internets, gibt uns weitere hilfreiche Definitionen: "The Net is an informal term for loosely interconnected computer networks that use CMC technology to link people around the world into public discussions. Virtual communities are social aggregations that emerge from the Net when enough people carry on those public discussions long enough, with sufficient human feeling, to form webs of personal relationships in cyberspace." Die 'Virtualität' dieser Welt, des Cyberspace, sollte uns allerdings nicht ihren Bezug zur Realität verbergen. Für Kitchin vielmehr '[...] cyberspaces coexist with geographic spaces providing a new layer of virtual sites superimposed over geographic spaces".

Die Vorteile der neuen Technologie liegen auf der Hand: schnelle Kommunikation erleichtern nicht nur manche Lösungssuche, sie schlagen auch Brücken zu alten, neuen, nahen oder fernen Bekanntschaften; sie gewährleisten die vertrauliche Qualität mancher Beziehungen, umgehen jede Zensur und schaffen bisher unbekannte individuelle Ausdrucksmöglichkeiten. Kurz die CMC sind "[...] significant 'agents of change'" für die Gesellschaft. Die Grenzen und Gefahren dieser Entwicklungen sind weniger ersichtlich. Fernback/Thompson sehen drei allgemein bekannte Hürden für die weitere Verbreitung des Computers und folglich des Internets: "First, it must be affordable. Second, it must be intellectually accessible. And third, time must be available to use it." Sie setzen fort: "[this] is critical to the notion that virtual community is a pre-selected community in which, despite the Internet's egalitarian rhetoric, a true sense of equality will not be tested until the technology becomes widespread. Thus, we must recognize that contemporary virtual communities are essentially a class phenomenon, the New Class of information elite [...]" Dazu wäre noch hinzuzufügen, daß das Verhalten der 'Internauten' qualitativ stark unterschiedlich ist. Während viele eine passive Beteiligung bevorzugen, bestimmt eine über-aktive Minderheit das tägliche Angebot im Netz.

Einige dieser aktiven Netz-Teilnehmer sind rhodesischer Abstammung. Sie deklamieren diese Tatsache laut und deutlich. Wir haben gesehen, daß finanziell betrachtet, ausgewanderte Rhodesier gewissermaßen zu einer Weltelite gehören dürften, und daß sie gegen Mitte der 90er Jahre geradezu 'kommunikationshungrig' gewesen sein mußten, sei es wegen des Diaspora Daseins, der unbewältigten Gewalterfahrung oder dem Verlust der eigenen Geschichte. Mit der Entstehung von neuen Kommunikationsmöglichkeiten, also zu diesem präzisen heutigen Zeitpunkt, hat diese bestimmte Gruppe von ex-Rhodesiern, mit einer ganz besonderen Vergangenheit, die Chance wahrgenommen, einen neuen Versuch der Geschichts- mitsamt Gewalt- Verarbeitung zu unternehmen. Sie bilden, ganz nach Rheingold, eine 'rhodesian virtual community', eine Welt, wo ein virtuelles Haus nicht fehlen durfte. Auch wenn alle 'On-Line' Rhodesier, geschweige denn alle Rhodesier, während meiner virtuellen Ausflüge und demgemäß in folgenden Kapiteln, nicht erschlossen werden konnten, so besitzt dennoch der nachfolgende Besuch beispielhaften Charakter.

 

2. Die Aktivitäten der 'rhodesischen virtuellen Gemeinschaft'

2. 1. "Rhodesia sweet Rhodesia": Die Schaffung eines neuen 'Hauses'

" If we feel as though we are part of this Rhodesian global community and can help each other in the process, this adds to our purpose of existence and who knows where this might lead: to another Rhodesia where we can all be together again perhaps?" (Clive Gregory)

 

2.1.1. Wege aus der Heimatlosigkeit

Viele der 'Bauingenieure', welche die Rekonstruktion eines 'Klein-Rhodesien' im Internet vorantrieben, waren Rhodesier, deren militärische Ausbildung und Abstammung nicht zu übersehen ist. Warum dem so ist, dem wollen wir hier nachgehen.

Das unter den Bedingungen einer Diaspora empfundene Gefühl der Heimatlosigkeit erscheint uns ein logisches und gut dokumentiertes Phänomen. Daß dieses Gefühl aber eine starke Prägung bei (ehemaligen) Soldaten haben kann, besonders wenn sie von der 'Front' zurückkommen, ist weniger ersichtlich und bedarf weiterer Erläuterungen. Folgende Reflexionen basieren auf persönlichen Observationen, die ich während meines Pflichtwehrdienstes machen konnte: Bereits bei der frühen Militärausbildung wird von den Instruktoren besondere Aufmerksamkeit auf zwei Themen gelegt. Zum einen wird die Armee als neue Familie und neue Heimat möglichst überzeugend dargestellt. Sie hat ihre strenge Hausordnung, bietet aber auch 'mehr als einen Hafen'. Die Hierarchie gibt sich väterlich, die Nation mütterlich und die Truppe brüderlich, man ist eben zu Hause, unter sich. Wie der Armee dies überzeugend gelingt, wird anhand ihrer 'Nachahmung' beim Versuch der Bildung einer 'Corporate Identity' in der zivilen Gesellschaft deutlich. Zum anderen wird genau darauf geachtet, daß die Bindung zur eigentlichen Familie und Heimat aufrechterhalten und gewährleistet ist. Dazu gehören unter anderem Pflicht-Schreibübungen aber auch regelmäßige 'Heimreisen'. Wie wichtig diese Heimreise für eine eventuelle Regenerierung einer im Kampf engagierten Truppe ist, haben die Militärs längst verstanden. Weiter ist die sieg- und glorreiche Rückkehr des Soldaten in seine Heimat als größtes Glück eines jeden, nicht nur von den Hütern der Nation, sondern auch von der klassischen und populären Literatur oft thematisiert worden.

Diese Schilderung macht deutlich wie stark bei manchen ehemaligen Angehöriger der 'Rhodesian Forces' das Bedürfnis, die verlorene Heimat wieder zu finden, gewesen sein wird. Sie war nicht mehr zu finden, wohl aber zu erfinden. Mitte der 90er Jahre bot sich wie gesehen die Chance diese Heimat in einer virtuellen Welt zu rekonstruieren.

 

2.1.2. Die Räumlichkeit des Internets

Auf die Möglichkeit den Cyberspace räumlich zu erfassen, wurde mit Kitchin hingewiesen. Weitere Parallelen zwischen dem Virtuellen und dem 'Reellen' können leicht gezogen werden. Allein das Internet-Termini ist stark vom Konzept der Räumlichkeit geprägt. Dies weist auch darauf hin, daß bereits in der frühen Definition des Netzes eine räumliche Assoziation sichtbar war. Auf der Datenautobahn steuert man eine Adresse an, und erreicht eine erste Startseite, die Homepage. Diese Seite hat einen Wallpaper und sie weist auf einen Guestbook hin. Die Reflexion kann weiter getrieben werden: Sites schaffen Räume in denen man sich bewegen kann, Pages sind Ecken mit ihrem eigenen Flair, Links bilden Gänge und öffnen Türen. Da alle Internauten auch Besucher sind, sollen sie sich benehmen. Dafür gibt es eine Hausordnung, die 'Netiquette', eine Art Verhaltenskodex, welcher ungeschrieben jedoch nicht unbeschrieben ist. Fernback/Thompson fassen allerdings kritisch zusammen: "The two primary ethical principles governing the use of CMC are 1) individualism is honored and fostered, and 2) the network is good and must be protected." Denn Freiheit ist vor allem angesagt, und die Interpretation des Kodex eine subjektive Angelegenheit, so daß sogenannte Verstöße oft nur mit Verachtung bestraft werden.

Wenn die Struktur des neuen Hauses der Diaspora-Rhodesier durch das Internet vorgeschrieben schien, so war dessen Essenz noch zu definieren. Wie sollte, aber vor allem wie konnte das neue Haus aussehen, und wer würde es bewohnen?

 

2.1.3. Originalnachbildung oder Neuteilung?

Die Schaffung eines neuen Ortes im Cyberspace folgt weiteren Gesetzen. So kann eine getreue Projektion des Realen ins Virtuelle nur scheitern, und dies obwohl wie bereits hingewiesen, der Cyberspace einer Art Schicht gleicht, welche über die reale Welt gelegt ist. Folglich konnte Rhodesien nicht neu ins Leben gerufen werden. Eine Andeutung und Anlehnung an diese vergangene Welt war gleichwohl möglich. Sie mußte 'nur' auf das zurückgreifen was Rhodesien ausmachte. Doch was machte Rhodesien aus? Die Antwort auf diese Frage hing von der persönlichen Auffassung der 'leitenden Webmasters' ab. So ist es nicht verwunderlich, daß eine 'militärische' Verzerrung bei der Konstruktion des neuen Gebildes zu verzeichnen war. Wir haben aber auch gesehen, wie sich Rhodesien allmählich hinter Mythen verbarg. Diese gepflegten Mythen wurden nun wieder aufgegriffen und dienten als 'Knochen' und Gerüst bei der Schaffung des Hauses. Besonders der 'Rhodesian Spirit' wurde und wird neu heraufbeschworen, dies über alle Seite hinweg die ich sichten konnte. Dieser Geist sollte ganz eindeutig dieser künstlichen Welt Leben einhauchen. Die Erzeugung des Gefühl einer Zusammengehörigkeit war natürlich unerläßlich für das Gelingen des Unternehmens. Diese stützt sich nicht nur auf eine umfangreiche Verflechtung der verschiedenen 'Sites' durch gegenseitige Hyperlinks, sie knüpft auch an die 'rhodesiche Identität', ein schwer definierbarer Begriff, wie bereits erwähnt. Da diese Identität vor allem eine Selbstdefinition ist, wird im Internet ziemlich alles angeboten was eine mögliche Selbstidentifikation des Betrachters erleichtern könnte. Der Rückgriff auf nationale Symbole, wie u.a. die rhodesische Flagge, die Nationalhymne oder die 'nationale' Blume 'Flame Lily', wird ergänzt durch die verbreitete Verwendung des 1. Plural Pronomen 'we'. Die Erinnerung als bindenden Faktor zu benutzen, scheint angesichts der Einträge im Gästebuch der 'Rhodesian Worldwide...' durchaus erfolgreich gewesen zu sein. Dieser Rückgriff auf die viel beschworene Vergangenheit soll jedoch nicht ausgrenzend interpretiert werden, denn, so scheint es, legen die Rhodesier auch Wert darauf, Sympathie und Mitgefühl zu erwecken. So werden zum Beispiel Verbindungen zu anderen virtuellen Gemeinschaften in Südafrika aber auch zur 'White Confederation' in den Südstaaten Amerikas angeboten und gepflegt. Dazu gehört ebenfalls die Kultivierung des Opferdaseins wie wir später sehen werden.

Von der Fülle von Internetseiten zum Thema Rhodesien die ich besuchen konnte, gewann ich den persönlichen Eindruck, daß vor allem drei miteinander gebundene 'Sites', gesteuert von deren Webmaster, die Orientierung im Haus der rhodesischen virtuellen Gemeinschaft vorgeben. Bevor wir uns detaillierter ausgewählten Seite anschauen werden, möchte ich diese drei Achsen kurz vorstellen. An erster Stelle wäre die von A. Honeybun gestaltete Seite der 'Rhodesians Worlwide on the Worldwide Web' nochmals zu erwähnen. Sie dient vor allem dank der vielen Links als Orientationsplattform, erfüllt aber auch eine wichtige soziale Funktion indem es mehrere Diskussionsforen anbietet und den Zusammenhalt der Diaspora fördert. R. Allports Seite 'Rhodesia and South Africa History' und 'Rhodesian Government in Exile' scheinen die 'eigene' politische und ideologische Richtung stärken zu wollen und versuchen den 'Rhodesian Spirit' wieder aufleben zu lassen. Chas Lotters 'Echoes of an african war', zusammen mit Tom Henshaws 'Rhodesians at war', wühlen in der verklärten Vergangenheit und pflegen manchen rhodesischen 'Mythen' weiter. Sie bilden den 'harten Kern' der 'harten Kerle'.

Fassen wir zusammen: Eine schwer quantifizierbare Gruppe von ex-Rhodesiern hat sich also im Cyberspace zusammengefunden. Sie erlagen dem nachvollziehbaren Bedürfnis ein Haus, ein "Home sweet Home", zu schaffen. Geprägt aber auch bedingt durch das 'Baumaterial', wurde eine Heimat erfunden, wo Erinnerung und Zusammengehörigkeit stark auf Rhodesien zurückgreifen. Dieses 'Klein-Rhodesien' weicht jedoch vom Original ab. Neue Räume, mit einem hohen Grad an Organisation, wurden für die Diaspora geschaffen. Eine nähere Betrachtung ausgewählter Räume wird uns noch manches über deren Zweck, sowie über andere Aspekte dieser virtuellen Gemeinschaft offenbaren.

 

2.2. Neue Räume oder Freiräume?

Zu jedem Haus gehört eine Straße. Da heute über eine Million Internet-Adressen (URL) weltweit vergeben sind, gilt es möglichst deutlich 'seinen Weg' zu kennzeichnen. Hilfreich dafür ist die Anmeldung der Seite bei den großen 'Suchmaschinen' wie z.B. Yahoo, Lycos oder Webcrawler. Mittlerweile hat Yahoo, die wohl bekannteste Adresse, die Aufnahme privater Anbieter eingeschränkt und behält sich das Recht vor zu entscheiden, wer in seiner Liste verzeichnet sein darf. Erstaunlicherweise erfaßt Yahoo in seinem Unterverzeichnis 'Zimbabwe/History' nur vier Sites, drei davon stammen aus der rhodesischen Gemeinschaft. Eine elegante Lösung ist es auch seinem URL einen eindeutigen Name zu geben. Diese URLs sind käuflich zu erwerben. So sicherte sich Bill Eaton für die Werbung seines Buches über die rhodesische Diaspora die Adresse 'www.rhodesia.org'. Ähnlich erwarb Richard Allport für seine 'Regierung im Exil' den URL www.rhodesia.net mit der dazu gehörigen Email Adresse webmaster@rhodesia.net. Interessant ist es zu bemerken, daß viele Aktivitäten der Rhodesier nicht hinter verborgenen Hintertüren stattfinden, sondern von jedem Internaut leicht zu finden sind.

 

2.2.1. Die rhodesische Regierung im Exil: im Ernst?

Die Präsenz im Internet einer 'Rhodesian Government in Exile' dürfte manches Kopfschütteln verursachen. Diese Seite gibt sich bewußt nicht ernst und versucht 'Humor' zu zeigen, wie z.B. mit einem 'Minister of Mischief'. Die Grenzen des guten Tons werden jedoch fließend überschritten: "If it [the return to power] cannot be done peacefully, we will return to the bush and wage a new Chimp-urenga, or Gorilla war." Über Humor läßt sich bekanntlich debattieren. Inwieweit jedoch diese Farce eine ernsthafte Stimmung schüren will, kann spekuliert werden. Allenfalls wird die Grenze zwischen Spaß und Ernst gezielt vage gehalten, betrachtet man die Themen und Thesen der Haus-eigenen Zeitung 'New Salisbury Herald' oder das proklamierte Motto "We didn't do it". Wie diese Verwirrung auf manche Besucher wirkt, zeigen uns mehrere Einträge aus dem Gästebuch der Regierung: "'I was frankly sorry to see that this was not done entirely in seriousness!'", "I hope you guys are serious.", "I, too, wish your endeavour was serious". Wenn diese Wirkung Ziel der Übung ist, so scheint dieses nicht verfehlt zu sein. Bei nicht gleichgesinnten Besuchern dürfte allerdings dieser Kommentar Übereinstimmung finden: "[...] reading this makes me sick.....". Unter den Mitgliedern der Regierung und Akteuren dieser Farce befinden sich fast allen 'wichtigen' Webmasters der rhodesischen virtuellen Gemeinschaft (u.a. Allport, Honeybun, Henshaw, Allen, Tselentis). Diese lange Liste verdeutlicht zugleich wie 'ernst' diese Webseite zu nehmen ist.

 

2.2.2. Die Frauenecke

Nicht alle 'Sites' haben eine deklarierte politische Funktion. Die Rolle, welche die wenigen aktiven Frauen im Web zugeteilt bekommen haben, reibt sich ein in das 'klassische' Muster der Aufgabenteilung der Geschlechter. So besorgte Diane Hewat die Blumen (natürlich Flame Lily) für die Dekoration der 'RWWWW'. Eine andere 'klassische' Rolle ist es, sich um die Küche zu kümmern und dort sein Können unter Beweis zu stellen. Mrs. May und Mrs. Malan erklären in einem ausgewiesenen Verzeichnis 'Rezepte', z.B. wie man am besten eine 'Melk Tart' oder einen 'Cape Brandy Pudding' vorbereitet. Ihre Kollegin aus der 'USA Branch' Mrs. Barbara Allen bringt das Kunststück fertig ein ganzes Menü mit Bildern aus Simbabwe zu servieren. Frauen dürfen auch geschwätzig sein. Im "Bush Telegraph", wo allerhand kleine Probleme gelöst werden können, sind sie jedenfalls oft zu treffen. Sie erfüllen auch 'wichtigere' Funktionen, besonders dank ihrer 'mütterlichen' und fürsorglichen Instinkte. Innerhalb der 'Flame Lily Foundation', einen Wohltätigkeitsverein, dessen Ziel "to provide welfare for former residents of Rhodesia" ist, sowie auf anderen Vereinsebenen, sind nach Satzungsangaben überwiegend Frauen tätig. Ihre Rolle in der Erziehung der nachkommenden Generation scheint z.B. Mrs. Erica Mees von der 'Ontario Branch' nicht vergessen zu haben. Sie preist auf der Vereins Homepage ihre Kinder, "who help a lot with the newsletter and reunion preparations" und zeigt, mit Bildnachweis, wie gut diese erzogen worden sind. 'Frauen als Schmuckstück' oder als 'Pin-up' könnten ein zusätzlicher Punkt dieser Revue sein. Sie tauchen aber in anderen Ecken des Webs auf.

2.2.3. Der 'Salon der Muse': Schöne Prosa und Hoher Geist?

Hier soll keine literarische Auswertung der rhodesischen Erzählkunst erfolgen, sondern auf einige Reflexionen hingewiesen werden. Der relativ hohe Anteil an Gedichten, angeboten bei den 'Rhodesian Worldwide...', mag in der Tat überraschen. Chas Lotter, "the soldier poet of the Rhodesian bush war" dessen Prosa in Frederikse aber auch in Zeitschriften wie 'Armed Forces' (Südafrika) zu begutachten war, scheint hier eine Vorbildfunktion übernommen zu haben, bedenkt man wie umfangreich die 'martial poetry' dort vertreten ist. Lotters Werk allein erklärt aber nicht die Produktivität, welche hier an den Tag gelegt wird. Es ist als ob man sich gerne sensible und kultiviert in den Kreisen der 'Rhodesier' geben würde. Die stilistische Palette reicht vom 'Bourgeois' bis zum 'Revoltierten'. Die behandelte Thematik ist allerdings einheitlicher und der Verlust des Landes nimmt dabei eine besondere Rolle ein, wie folgende Titel es verdeutlichen: "Cry a beloved country" (A. Jantz), "Our Land" (S. Lassman), "11th November" (Anonym). Meine ersten Eindrücke beim Besuch dieser Seiten beschrieb ich wie folgt: "Diese zur Schau gestellte Muse verleiht, und so soll es sein, dem Haus Besinnlichkeit und Schwermütigkeit. Leise betritt man diese Räume, wie man eine Kirche betreten würde, um gemeinsam zu kommunizieren."

 

2.2.4. Die Trauerecke

Unter dem oben angeführten Angebot an Prosa befinden sich auch einige Trauergedichte. Auf Lotters "Requiem" wurde bereits am Anfang dieser Arbeit hingewiesen. Das Bedürfnis den Toten nachzutrauern beschreibt trefflich John van Zijl, Autor des Websites 'Images of a war': "You see, we have no official memorials anywhere, places where we can go and pay our respects, or honour and remember those who fell. Perhaps in some strange way I suppose 'the web' will become our meeting place, a place we can gather together from far and wide, to remember. It is not that one wants to live in the past, but rather that one should not too easily forget..." In der Tat haben sogar gefallene Soldaten der SS Grabsteinpfleger. Der im Internet unternommene Versuch die Gefallenen zu rehabilitieren nimmt auch sehr persönliche Züge an, die rührend sein können, wie Russel MacDonalds 'Thoughts of a Troopie' "[a] poem written for my brother who was a Selous Scout killed in action [...]". Der Versuch von Chas Lotter den 'Roll of Honour', ein Ehrenmal aus Rhodesiens Zeiten weiter zu pflegen, wäre indes anders zu beurteilen denn diese Tradition diente vor allem nationalen Zwecken und besitzt somit eine ganz andere Dimension. Diese Arbeit wird von Lotter mit dem bereits bekannten Prof. Wood aus Durban weitergeführt. Dort wird ganz klar wie aus der 'unterlassenen' Andacht politisches Kapital geschlagen wird, indem alt Rhodesien als bessere Alternative dargestellt wird. Die Thematik der Trauer ist jedoch eine wahrlich sensible Angelegenheit. Sie zeigt uns, daß manche Aktivitäten der virtuellen Gemeinschaft eine echte Existenzberechtigung haben, aber auch, wie diese 'als Geisel' genommen wird.

 

2.2.5. Die Sammlerecke: 'Rhodesiana'

Unter 'Rhodesiana' werden 'sammelwürdige' Gegenstände aus rhodesischen Zeiten verstanden. Dazu zählen 'klassische' Sammelobjekte wie alte Briefmarken und Geldscheine, aber auch unkonventionellere Gegenstände aus der 'Militaria'. Über die 'psychotherapeutischen' Wirkungen eines Sammlertreffs ist wenig bekannt. Fakt ist aber, daß Rhodesier eine erstaunliche Sammeltätigkeit vorweisen, wie die Seiten 'Some of my Rhodesiana' von Alan G. Roberts (Roberts zeigt vor allem persönliche Erinnerungsgegenstände.) und 'Rhodesia' (Eine umfangreiche Sammlung von Armee Dekorationen, Ian Smiths Bilder, Musik und viel mehr.) von Tony H. es veranschaulichen. Mit dem Internet bietet sich auch die Möglichkeit international zu verhandeln. Mittel dazu liefert der elektronische 'Pinwand' der 'Rhodesian Wordlwide...', "The Trading Post". Der "Bush Telegraph" wird gelegentlich zum selben Zweck benützt. Was dort angeboten wird, zeigt uns folgende Kleinanzeige:

" We have the following for sale: Rhodesian Army Badges e.g. RAR, RLI, RDR etc, Buttons, Stable Belts RLI, RR, Rhodesian Army Belt Buckles, Rank Insignia e.g. WO 2, WO 1, Lt. etc, RAR green hats c/w badge, Medal Ribbons, Lanyards, Guard Force, Internal Affairs and Southern Rhodesia Flags, Pangas (curved style), Bayonets e.g. FN, SLR, AKM [also Waffen], National Parks green Kepi, Rhodesian Goverment coffee cups and sauces - gold rimmed with the Coat of Arms of Rhodesia. For a comprehensive price list please e mail me. Cheers Dave."

Die Begierde nach alten Relikten scheint so groß, daß R. Allport auf die Idee kam, auch Neudrucke von 'alten' Flaggen kommerziell anzubieten (Ein 'Restrike' der BSAC Flagge kostet umgerechnet stolze 80 Euro.) . Die Sammlerecke zeigt uns die Freizügigkeit des Internets oder wie nationale Kontrolle und Verbote umgangen werden können. Vergleichbar mit dem vorigen Thema der Trauer, wird letztendlich auch hier aus einer verklärten Vergangenheit ideologisch sowie kommerziell Kapital geschlagen.

 

2.2.6. Die Männerecke

Den maskulinen Diskurs der rhodesischen Propaganda veranschaulichte J. Frederikse in 'None but Ourselves' u.a. anhand der Zeitschrift 'Soldiers of Fortune', welche nicht nur die öffentliche Anwerbung fremder Söldner unterstützte, sondern allgemein für 'coole Typen' warb. Mit dem Slogan "Be a man among men" sprach die 'Rhodesian Army', wie viele andere Heere der Welt, eine universelle 'männliche' Profilierungssucht an. B. Moore-King in 'White Man, Black War' sprach sogar von einem 'masturbatory Myth', um die Pflege des männlichen Mythos durch seine ehemaligen Waffenbrüder zu bezeichnen.

In der Männerecke des Internets ist dies nicht anders. Dort, wie im traditionellen Verlagsbereich, nimmt die militärische Vergangenheit Rhodesiens einen umfangreichen Platz ein. Oft ohne viele große Worte wird versucht, "the everyday stories of life and love under the gun [which] lie locked in people's private memories, and in photograph albums put away in the bottom drawer" mit 'aussagekräftigen' Bildern zu erzählen, glaubt man T. Henshaws Aussage. In seinen Seiten 'Blast from the Past' ermutigt Henshaw "anybody [...] who was there to contribute, in an attempt to tell the story of how ordinary Rhodesians 'soldiered on' regardless". Manch andere 'ex- Troopies' wie J. van Zijl bevorzugen für dieses Unterfangen ihre eigene 'ständige Ausstellung'. Was dabei ans Licht kommt, kann als schwer verdaulich empfunden werden, hat aber auch oft illustrativen Charakter. Die dargestellten Erinnerungen besitzen gleichwohl interpretationsbedingte Aussage, wie folgendes Beispiel klarmacht:

kraal2.jpg (2889 Byte)

"The kraal burning was in NYAHUNDA APA and a punitive action after a patrol hit a tin there in MAY or JUL 79." wird ergänzt. ('Tin' für Mine)

Der Schädel in die Händen eines Offiziers ist vermutlich eine perverse Anspielung auf dem 'Skull Bashing', wie der Kommentar "no [...]- no[...], as it were" erklärt.

Das Verdienst der oben abgebildeten Photos ist es z.B. meines Erachtens, das Gesicht einer abartigen Gewalt zu zeigen. Häufig jedoch dienen diese Bilder der Befriedigung der eigenen Psyche, indem die Einsender sich in aller Männlichkeit vor militärischen Ausrüstungsgegenständen darstellen und somit ihre vermeintliche Macht zur Schau stellen.

Die Arbeit von Chas Lotter ist hier wiederholt anders zu bewerten, obwohl der unten angeführte Bildvergleich uns zeigt, wie er seine Psyche ebenfalls pflegt:

African Child

Links: Chas Lotters Präsentation des 'Echos of an african war' (Startseite und andere) Dieses 'Gemälde' heißt 'African Child'...

Rechts: Chas Lotter in Zivilkleidung, 20 Jahre danach...

Lotters künstlerische Tätigkeiten und ungewöhnliche Interpretation von Kunst sind bereits bekannt. Seine Konzeption einer 'Art Gallery' dürfte allerdings nach wie vor für Verblüffung sorgen. Grundstoff dieser monatlich wechselnden 'Kunstgalerien' sind eingesandte Photos und Erinnerungen von ex-''Troopies' (nach Lotter: "just me and my mate Joe"), welche das Ausgangsmaterial seines neuen Buches 'Echoes of an African War' bilden. Lotter übernahm die Photos, kommentierte sie jedoch 'nach Art des Hauses'. Ein kleiner fotografischer Auszug dieser Galerien scheint mir ebenso angebracht, um die Wirkung von Lotters Arbeit zu verdeutlichen: Eine 'Versöhnung' mit der Vergangenheit durch eine Verklärung des Alltags, eine Verherrlichung der Männlichkeit, aufbauend auf einer Verherrlichung der bewaffneten Macht und schließlich der Gewalt:

 

"The fresh faces of youth. The webmaster and his girlfriend (later Mrs Webmaster) caught by the camera in 1979..."

 

"Dining in night! The subaltern (2Lt.) pictured here is "Boere" Hume of the Rhodesian Light Infantry. The lady, unfortunately, is unidentified. [...] Photo courtesy of Mike Orlyski and Chris Cocks."

"Basil Preston's photograph The Guys, shows us how the Rhodesian soldier's own brand of humour emerged at every opportunity. Here "The Guys" model their interpretation of comfortable battle dress..." "Ingenuity was a Rhodesian trait. This fearsome home-made rope bridge appears to be part of an assault course. Its height above ground can be gauged from the Land Rover pickup on the track below the bridge. Photo courtesy of Basil Preston."

"The consummate professional. This superb shot of an RAR soldier sums up the attitude and reputation of the Rhodesian African Rifles soldier. Photo courtesy of the Ian Dixon collection."

"This remarkable sketch by Andre Du Plessis records a comparatively rare moment [...]"

"RLI troops with some of the weapons and equipment captured after the "Battle of Hill 31" - in the Honde Valley (November 76)[...] In this contact, the RLI accounted for 31 insurgents at the cost of one of their troops killed in action."

"This insurgent was killed during Operation Miracle - a Rhodesian Army attack on a ZANLA base in Chimoio Circle, Mozambique, late 1979. He was caught by a Rhodesian artillery barrage- the effects of which are apparent on the surrounding vegetation." "Another Chimoio photograph. Part of the attack's rationale was to deny guerrillas the use of facilities. The Rhodesian attacking force thus torched or destroyed whatever facilities they found in insurgent base camps. Photo courtesy of an "RLI Trooper"."

 

Bei seiner Suche nach weiteren Bilder ruft Lotter auf : "Help preserve Rhodesian History - contribute to a great book!"... Weitere Kommentare über Lotters Werk scheinen hier überflüssig und die Wegretuschierung des Wortes 'terrorist' durch 'insurgent' auch nur ein Appendix zu sein. Dennoch und trotz der hohen aktiven Beteiligung bekannter 'Gleichgesinnter' wie Chris Cocks und Lt. Reid-Daly an diesen 'Galerien', muß bemerkt werden, daß hier abermals private Erinnerungen 'gekidnappt' und einer verklärten Interpretation unterzogen werden, welche dann, dem Anschein nach, von den einzelnen Beteiligten stillschweigend angenommen wird.

Eine ähnliche Vision der Geschichte liefert uns Richard Allport, bereits Initiator der 'Rhodesian Government in Exile', auf seiner Homepage 'Military History of Rhodesia'. Allport greift nicht zu eindrucksvollen Bildern wie Lotter, sondern setzt auf 'seriöse' und 'salonfähige' Texte, um die Geschichte Rhodesiens darzustellen. In diesem Sinn verkörpert m.E. Allport die Welt der 'gereiften' Männer in ihren grauen Anzügen, Männer, die keinen 'Kick' mehr benötigen. 'Die Luft dieser Räume mieft nach schweren Zigarren', könnte man für sich denken, auch angesichts der gewerblichen Tätigkeit von Allport als Buch- und Antiquariatshändler. Zu Allports Beiträgen zählen nebst Woods Artikeln vor allem Abhandlungen über die ältere Geschichte Rhodesiens, wie 'The Development of Southern Rhodesia's Military System, 1890-1953' durch den bekannten L.H. Gann, sowie allerhand 'Militärberichte' in einem schwer durchdringbaren Fachjargon. 'Dolchstoß in den Rücken'?, Revanchismus? oder notwendiges Informationsangebot?, Allport vergaß nicht in seiner Fülle von zweifelhaft 'konservativen' Hyperlinks, auf der 'online' Publikation des 'Reports on the 1980s disturbances in Matabeleland and the Midland, compiled by the Catholic Commission for Justice and Peace in Zimbabwe, March 1997', welches die Untaten der 5th Brigade unter Präsident Mugabe beleuchtete, hinzuweisen. Mit Allport kehren wir zur 'ernsthaften' Politik zurück und so nähert sich unser kurzen Rundgang dem Ende.

 

2.2.7. Wer kennt die 'Nußecke'?

Bevor wir diese Räume verlassen, möchte ich noch auf einen kleinen 'Stimmungsheber' hinweisen, welcher wohl zu den 'Appetizers' von Mrs. Allen passen würde: 'Ein Fenster zum Busch' erlaubt nämlich dem Nostalgie-geplagten Besucher, seinem Geist Freilauf zu lassen, im Anblick der Schönheit der Natur Afrikas. Diese Illusion wurde möglich dank einer technischen Raffinesse: eine dauerhaft eingerichtete Überwachungskamera, die 'LiveBushCam', sendet mittels einer Satellitenübertragung rund um die Uhr Aufnahmen aus einem Nationalpark in Südafrika. Die Bilder werden anschließend im Netz weltweit verteilt. Diese virtuelle Attraktion scheint so 'wohltuend' zu sein, daß sie gleich von drei verschiedenen Webmasters empfohlen wird. Wie diese Illusion die Grenzen des Realen verschiebt, zeigt uns dieser Kommentar von K. Bulgrien: "To tell the thruth, this is really a South African site, but the live pictures are exactly what you would see in a Rhodesian game reserve". Es hilft uns auch zu verstehen, wie 'Rhodesien' im Internet vielleicht doch weiter leben kann: man braucht eben nur daran zu glauben.

 

Die Liste der in diesem Kapitel angeführten Webseiten ist, wie bereits erwähnt, nicht exhaustiv. Die hier nicht behandelten verschiedenen 'Web Chat Channels' der rhodesischen Gemeinschaft bedürfen insbesondere einer weiteren aufmerksamen Betrachtung. Wir konnten jedoch sehen, daß die neuen virtuellen Räume vor allem Freiräume sind und unterschiedlichen Zwecken dienen. Die Notwendigkeit, bislang unausgesprochenen Themen, wie Trauer und Heimatlosigkeit, persönlichen Ausdruck zu verleihen, gibt manchen Sites das Prädikat einer ausgesprochen positiven psychologischen Funktion. Das Angebot der virtuellen Gemeinschaft erlaubt der Diaspora weiter an die Überzeugung zu glauben, daß, gesellschaftlich betrachtet, 'Rhodesians never die'. Die rhodesische Gemeinschaft wird allerdings von wenigen Individuen anscheinend beherrscht. Sie artikulieren unter anderem eine politische Ideologie, die sich seit 20 Jahren nicht viel verändert hat. Diese Individuen haben auch die allgemeine Interpretation der Geschichte de facto übernommen und ihr ein militärisches Gesicht gegeben. In diesem Zusammenhang kann im Internet von Erinnerung, jedoch nicht von einer Verarbeitung der Vergangenheit als Verständnis- und Versöhnung fördernder Akt geredet werden. Warum eine virtuelle Verarbeitung der Gewalt aus weiteren Gründen m. E. schon zu scheitern drohte, wird anhand des nachfolgenden kurzen Kapitels erklärt.

 

3. Zur Virtualität und Gewalt

Zuerst soll bemerkt werden , daß die hier angesprochene Gewaltverarbeitung sich in erster Linie auf die von der Täterseite wahrgenommene Sicht der Gewalt bezieht. Auf die Notwendigkeit, diese besondere Gewalterfahrung innerlich zu verarbeiten, hatte bereits nach dem 1. Weltkrieg Freud hingewiesen. Der von Wood angegebene Totenratio von 23:1 ('Freedom Fighters' vs. 'Rhodesian Forces') verdeutlicht überdies, daß Soldaten der 'Rhodesian Forces' vor allem 'Gewalttäter' gewesen sind.

3.1. Was haben Gewalt, Internet und Armee gemeinsam?

Wir haben gesehen, daß die Webmasters der untersuchten Gemeinschaft oft eine militärische Vergangenheit vorweisen. Sie dürfen sich in ihrem Element fühlen, denn Armee und Internet weisen erstaunliche Parallelen auf. Erstens findet in beiden und für vielen fremden Welten vor allem eine starke Abgrenzung zur Außenwelt und folglich ein Verlust des Realitätssinns statt. Ferner wird eine oft nur für Eingeweihte zugängliche Codesprache verwendet: 'to interconnect on a BBS' dürfte vielen genauso unverständlich wie die 'intrep of the reliable Warthog' sein. Bei der Armee wie im Internet wird weiter glaubhaft gemacht, daß Befehle einer mathematischen Logik folgen. Diese werden abwechselnd gegeben und ausgeführt, aber ihnen wird weder widersprochen noch werden sie in Frage gestellt. Schließlich werden die nach außen zur Schau gestellte Sauberkeit und Ordnung oft zwanghaft gepflegt und ad absurdum geführt. Der Begriff 'Disney World' würde hier passend erscheinen, wären nicht die dramatische Umständen, unter welchen die Armee sich von Zeit zu Zeit in die Realität zurückmeldet.

Über die Komplexität der Gewalt wird in der Wissenschaft viel debattiert. Eine Dimension dieser Komplexität ist die 'Irrealität' der Gewalt. C. Wulf erläutert: " Statt [Mitgefühl für den Opfer] stößt man während und nach der Tat [bei dem Täter] auf eine erschreckende Wahrnehmungsunfähigkeit, [...] eine Anästhesie unvorstellbaren Ausmaßes [...]" Dieser Wahrnehmungsverlust erklärt, daß die Erfahrung der Gewalt oft als 'irreal' empfunden wird. Dies drückt sich in den 'Trancezustände' der Täter aus, wie sie von Moore-King literarisch dargestellt wurden. Inwieweit diese Zustände sich erklären lassen, bleibt eine offene Frage: wurde in der Truppe Rauschgift genommen und Alkohol getrunken? oder findet besonders bei der Ausführung von Befehlen eine zwangsläufige Abschaltung des 'Moralischen' statt? Wie auch immer, die nach der Tat erlebten Alpträume, d.h. durch 'Post Traumatic Stress Disorders' (PTSD) bedingten Erscheinungen, unterstreichen diesen irrealen Aspekt weiter. Diese 'Abstraktion' der Gewalt ist gerade eine der Hürden ihrer Verarbeitung.

So weist nicht nur die Welt der Armee, sondern auch der Gewalt einige Eigenschaften auf, welche m.E. stark an das Wechselspiel der virtuellen Internet-Welt zwischen dem Realen und Irrealen erinnern. Auch wenn hier nicht von einer Symbiose dieser Welten die Rede sein kann, so kann jedoch darauf hingewiesen werden, daß Soldaten wie Gewalttäter sich im Internet gewissermaßen auf bekanntem Terrain bewegen.

3.2. 'Rhodesische Gewalt' im Internet: Virtualisierung und Verharmlosung

Durch die virtuelle Darstellung der Gewalt wird nicht nur eine Distanz zur Tat, sondern oft auch eine verklärende Scheinwelt geschaffen, in welcher Aspekte der Realität sich leicht verbergen lassen. Hiermit stößt bereits eine potentielle Verarbeitung der Gewalt an schwer überwindbare Grenzen.

Für C. Wulf werden ferner innerhalb von Gruppenhandlungen, wie die rhodesische 'Counter-Insurgency' es war, die Opfer systematisch zu Sündenböcken gemacht. Damit wird auch der Boden für einen inszenierten Rollentausch vorbereitet. Dies erklärt zum Teil, warum die rhodesische Gemeinschaft sich vor allem als alleiniges Opfer des 2. 'Chimurenga' darstellt. "Many young men and women lost their lives in the war" schildert zum Beispiel C. Gregory. Er fügt gleich hinzu "In the end it seemed all for nothing and we were devasted when Mugabe got in." und macht hiermit deutlich, daß er dabei nur an 'seine' Opfer denkt. Die gezeigten Photos aus Lotters 'Kunstgalerien' sprechen eine ähnliche Sprache. Sie stellen außerdem die Gewalt als notwendige Selbsterhaltungsmaßnahme dar, indem suggeriert wird, daß 'töten oder getötet werden' Alltagsmotto der Truppe gewesen sei. Diese Reduzierung der Gewalt wird weiter vom reduzierenden Charakter der Bilder verstärkt, denn dem Betrachter wird nur ein Teil des Geschehen selektiert dargestellt. Ob hier ein wirklicher Heilungsprozeß stattfindet, kann folglich bezweifelt werden.

Wie die CMC jedoch sinnvoll zur Gewaltverarbeitung beitragen könnten, zeigen uns die zahlreichen 'On-Line' Beratungsangebote aus dem Internet. Hierzu zählen beispielsweise die Email Beratung von Pro-Familia e.V. oder der erstaunliche und trotz des Vereinsnamen 'Panacea' ernst zunehmendes Versuch einer täterbezogenen interaktiven online Beratung. Die Vorteile der neuen Technik liegen für die Therapeuten auf der Hand: wichtige Kommunikationsbrücken werden neu geschaffen und ermöglichen somit Diskussionsprozesse, die nie geführt werden konnten.

Für die wahren Opfer und Opferfamilien der Rhodesier Diaspora bietet das Internet die ersehnte Möglichkeit, mit den Toten geistigen 'Frieden' zu schließen. Für die Täter allerdings bietet es die Chance, ihre Verbrechen weiter zu verklären. Eine Abgrenzung zu dieser Schlußfolgerung könnte nur eine tiefere Untersuchung der Aktivitäten dieser Gruppe innerhalb der 'Chat Channels' liefern.

 

4. Neuland? Eine andere Art der Geschichtsschreibung zur Diskussion

Anstelle einer wiederholenden Zusammenfassung der erbrachten Ergebnisse dieser Untersuchung möchte ich als Schlußbemerkung eine Diskussion über die Geschichte als Geisteswissenschaft und das Internet als Medium anregen. Hierzu werde ich einige Reflexionen und Fragen erläutern, die ich mir im Laufe meiner virtuellen Besuche bei der 'Rhodesians on the WWW' oft fast zwangsweise stellen mußte. Vielmehr als die Prätention das Internet neu entdecken zu wollen, soll hier mit diesen Fragen auf sehr persönliche Weise vor allem auf Problemfelder und Mißstände hingewiesen werden.

Die heutige reale Bedeutung des Internets für unsere Gesellschaft, und folglich für unser Fach mag noch gering erscheinen, sei es, weil nur wenige Leute Zugang dazu haben oder weil das Angebot oft unbefriedigend ist. Wie bald jedoch sich diese Lage ändern könnte, zeigen uns die drastischen Zuwachsraten der letzten Monate, welche eine weltweite Expansion der Internet-Teilnehmer von 15% pro Monat verzeichneten. Daß dabei 'nur' ein neues Medium andere ergänzen wird, kann und soll uns nicht zu einer gewissen Gelassenheit (ver-)führen, denn anders als die Presse, die Verlagsbranche und die Funk- und Fernsehanstalten, besitzt das Internet eine politische Qualität, welche nicht zu unterschätzen ist. Durch die 'virtuelle Freiheit' erlangen jeden Individuen oder Gemeinschaften ein neues demokratisches Potential, welches etablierte Wertvorstellungen und Verhaltensmuster früh umwerfen könnte. Solche Thesen sind nicht neu und oft kritisiert worden, u.a. mit dem Hinweis auf einer bevorstehenden Übernahme des Internets durch wirtschaftliche Interessengruppen. Obwohl die Prophezeiung des Todes der demokratischen Dimension des Internets ernst zu nehmen ist, scheint sie sich nicht zu erfüllen. Zwar sind derzeit 60% aller weltweiten Homepage kommerzieller Ursprung, diese Relation ist jedoch in den letzten (24) Monaten stets rückläufig gewesen.

Inwieweit ist dieses Phänomen für die Geschichts- und Afrikawissenschaft von Belang?

4.1. Über die Macht und Ohnmacht der Bilder

Das Internet ist nicht nur ein revolutionäres Medium, es stellt auch eine Verlängerung der bisherigen Entwicklung im Bereich der Medien dar. Die Ära der Macht der Bilder, welche bereits mit Leni Riefenstahl begonnen hatte, setzt sich fort. Das Motto 'Macht der Bilder, Gewicht der Wörter', einst nur für eine bestimmte Presse reserviert, ist längst aus der Schmuddelecke getreten und 'namhafte Geschichtsreportagen', wie z.B. "Hitlers Helfer" (ARD) oder B. Davidsons "White man's burden" (BBC), setzen verstärkt auf medienwirksame Bilder, um die Schar der Zuschauer pädagogisch 'weiterzubilden'. Ob es sich dabei um einen normalen oder zwanghaften Prozeß handelt, kann debattiert werden. Im Internet, aber auch bei CD-ROM Publikationen, wird dieser Trend noch deutlicher, denn die 'meta-mediatisierte' Welt fordert geradezu nach starken Eindrücken um die Aufmerksamkeit auf den Bildschirm zu lenken. Die Gefahren die darin liegen sind ersichtlich. Sie müssen vielleicht jetzt neu berechnet werden. So ist es z.B. abzusehen, daß die Studenten von Morgen, d.h. die Kinder von Heute, schon die erfahrensten Surfer von uns, bald 'Unterrichtsstoff' aus dem Internet beziehen werden. Wie kann die Wissenschaft ein attraktives Angebot für die (oder trotz der) Bilder-verwöhnte(n) Gesellschaft gestalten? Begeisterungspotential ist hier vorhanden. Wie kann es besser umgesetzt werden?

4.2. Die 'Amateurisierung' der Geschichte

Das Internet ist auch ein neues schriftlich orientiertes Medium. Seit der populären Verbreitung der Presse galten bis jetzt alle neuen Kommunikationsmedien der Übertragung von Ton- oder Bilddokumenten. Geisteswissenschaftler dürften sich hier in ihrem Element fühlen, das Internet war auch ursprünglich zu ihrem Zweck bestimmt. Zwar sind die Universitäten und Forschungseinrichtungen im Internet quantitativ gut repräsentiert, doch ihr Angebot entspricht bei weitem nicht ihrem Potential. Bei vielen Fachbereichen, u.a. Geschichte und Orientforschung, verträgt zudem dieses Angebot kaum einen Konkurrenzvergleich mit manchen privaten Anbietern. Hier, anders (oder nicht) als in der Buchbranche, bekommen 'Wissenschaftler' und Schriftsteller zunehmend Konkurrenz von zahlreichen Amateuren, unter welchen sich auch viele unseriöse Selbstdarsteller befinden. Diese Tatsache ist nicht besorgniserregend, solange für das 'Publikum' die Glaubwürdigkeit der etablierten 'Wissenschaft' unerschüttert bleibt. Kann dies aber im Internet gewährleistet werden? Besteht nicht die Gefahr, daß viele Fachbereiche 'überflügelt' werden, wenn sie dort qualitativ nicht mehr Präsenz zeigen? Kurz gefragt: Wer liefert eine glaubwürdige Alternative zu den zahlreichen zweifelhaften Publikationen? Wer bietet einem R. Allport die Stirn? Bis jetzt bieten z.B. nur wenige Fakultäten, wie die 'University of Pennsylvania', auch nur eine Auswahl halbwegs seriöser Links über die Länder Afrika. Ist die Anzahl an interessanten Verbindungen so dürftig? Wenn ja, kann dies verändert werden? Wenn Studenten und Forscher sich über das dürftige Angebot im Internet beklagen, müssen sie sich nicht an 'die eigene Nase fassen'?

Von der Möglichkeit Literaturrecherche im Internet zu machen, wissen bereits viele von uns. Benutzer dieser Methode kritisieren vor allem, daß letztendlich das gesuchte Material am Computer nicht verfügbar sei und somit der Gang zur Bibliothek nach wie vor unerläßlich sei. Wohl gemerkt kritisiert hier keiner das Suchverfahren. Daß diese Suche bei einer Signatur endet, soll jedoch keine Fatalität sein. Auch wenn die online Publikation von Artikeln und Büchern aus rechtlichen Gründen oft schwierig ist, wäre es immerhin möglich, Resümee oder Rezensionen neuer Veröffentlichungen in ausgewiesenen Seiten prinzipiell anzubieten. Konferenzpapiere, Vorlesungsmaterial und andere Studien, welche aus kommerziellen Gründen nicht veröffentlicht werden können, warten weiter auf ihre ursprünglichen Zweck: mitgeteilt zu werden. Mit dem Internet erweitert sich auch die Anzahl von potentiellen und interessierten Rezipienten. Liegt da nicht eine Herausforderung, besonders für die Afrikawissenschaft?

4.3. Neue Winkel, neue Geschichte?

Das Bereicherungspotential des Internets sollte m.E. besser erforscht und ausgenutzt werden. Weitere interessante Forschungsmaterialien warten bereits im Web: nicht nur bekannte Dokumente, sondern bisher unzugängliche neue Quellen kommen mit den neuen Techniken ans Licht. Erste Kontakte zu möglichen 'Informanten' lassen sich z.B. ohne aufwendige Forschungsreisen knüpfen. So läßt diese Studie über die Aktivitäten der Rhodesier u.a. erahnen, wie viele andere 'virtuelle Gemeinschaften' bis jetzt kaum oder gar nicht untersucht worden sind. Die Geschichten, die dort propagiert werden, sind oft unkonventionell, indem sie aus dem Rahmen eines 'offiziellen' Diskurses fallen. Mit dem Internet erhalten weiter u.a. viele Minderheiten endlich die Möglichkeit, ihre Version der Geschichte darzustellen, und erweitern somit unseren Blickwinkel. Auf Afrika bezogen, scheint das Internet bisher wenig verbreitet zu sein, doch gerade wegen der problematischen Lage im Bereich der Kommunikation kann hier mit einer Trendwende gerechnet werden. Wer übernimmt die Aufgabe, die Aufmerksamkeit der Wissenschaft auf unbekannte Schätze zu lenken? Wer trennt die Spreu vom Weizen, um eventuelle Recherche zu fördern oder zu erleichtern? Bereits über eine Million Homepages sind weltweit verfügbar. Wie können die Forscher erfolgreich auf 'Quellenfang' gehen, ohne in ihren 'Bookmarks' zu versinken drohen, d.h. ohne gemeinschaftlich durchdachtes System?

Die Individualisierung des Erlebnisses 'Geschichte' am Computer wirft andere zahlreiche Probleme auf. Für ein unerfahrenes Publikum bleibt oft die Diskussion, Nachfrage und nochmalige Erläuterung in Gruppen außen vor. Zwar erfordert die Lektüre eines Buches vergleichbar eine individuelle Interpretation, doch werden oft Rahmen dazu gegeben, indem systematische Rezensionen eine kritische Auseinandersetzung mit der neu gewonnenen 'Kenntnis' anregen. Wenn ein 'Scholl-Latour' fragwürdige Thesen aufwirft, so sorgt das wenigstens für Aufregung und Reaktion. Der kritische Geist der Wissenschaft scheint mir aber aus dem Internet verschwunden zu sein. Es ist dabei klar, daß nicht zu allem Stellung genommen werden kann. Akzente können gleichwohl gesetzt werden.

Schließlich sollten wir vielleicht nicht übersehen, daß diese allgemeine Debatte über die Entwicklung des Internets nicht nur die bereits introvertierte Wissenschaft in ihrer Existenz anspricht, sondern sie zu einer mehr öffentlich orientierten Handlung auffordert. Was würden Kinder von 'Rhodesien' halten, wenn sie nur auf die 'Rhodesier im Internet' stoßen würden? Wenn die geistige Elite der Gesellschaft sich dafür als 'nicht zuständig' erklärt, was ist dann ihre Aufgabe?

 

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http://bluering.ecu.edu.au/~ahoneybu/rww/contacts.html (Alister Honeybun)

http://bluering.ecu.edu.au/~ahoneybu/rww/trading.html (Alister Honeybun)

http://dir.yahoo.com/Regional/Countries/Zimbabwe/History/

http://home.att.net/~kbulgrien/rhodesia.htm (Kevin Bulgrien)

http://members.tripod.com/~PELEJAB_N/odetojbw.html (Russel MacDonald)

http://members.tripod.com/~Rhodesian/echoes.html (Chas Lotter)

http://members.tripod.com/~Rhodesian/author.html (Chas Lotter)

http://members.tripod.com/~Rhodesian/roh.html (Chas Lotter)

http://ourworld.compuserve.com/homepages/Rallport/ (Richard Allport)

http://ourworld.compuserve.com/homepages/Rallport/betrayal.htm (Richard Allport)

http://ourworld.compuserve.com/homepages/Rallport/ffreview.htm (Richard Allport)

http://ourworld.compuserve.com/homepages/Rallport/rhomil.htm (Richard Allport)

http://ourworld.compuserve.com/homepages/Rallport/rhohist.htm (Richard Allport)

http://ourworld.compuserve.com/homepages/Rallport/sscouts.htm (Chris Vermaak)

http://ourworld.compuserve.com/homepages/Rallport/wood1.htm (J.R.T. Wood)

http://ourworld.compuserve.com/homepages/agr_archt/Rhod-01.htm (Alan Roberts)

http://ourworld.compuserve.com/homepages/Rallport/prices.htm (Richard Allport)

http://scorpion.cowan.edu.au/%7Erwebb/docs/irc/irc.html

http://scorpion.cowan.edu.au/~rwebb (Alister Honeybun)

http://scorpion.cowan.edu.au/~rwebb/can_indx.html (Erica Mees)

http://scorpion.cowan.edu.au/~rwebb/docs/ (Alister Honeybun)

http://scorpion.cowan.edu.au/~rwebb/docs/ihave.html (James Honeybun)

http://scorpion.cowan.edu.au/~rwebb/docs/irc/whenwe (Alister Honeybun)

http://scorpion.cowan.edu.au/~rwebb/docs/poems/rhodesia.htm

http://scorpion.cowan.edu.au/~rwebb/docs/resource.html (Alister Honeybun)

http://scorpion.cowan.edu.au/~rwebb/flfound.html

http://website-1.com/goto-2.html

http://www.africam.mweb.co.za/homepage.html

http://www.chemie.fu-berlin.de/outerspace/netnews/netiquette.html

http://www.geocities.com/CapitolHill/Lobby/9465/ (Richard Allport)

http://www.geocities.com/CapitolHill/Lobby/9465/geobook.html (Richard Allport)

http://www.geocities.com/CapitolHill/Lobby/9465/mischief.html (Richard Allport)

http://www.geocities.com/CapitolHill/Lobby/9465/rhogovex.html (Richard Allport)

http://www.geog.ucl.ac.uk/casa/martin/atlas/atlas.html (Martin Dodge)

http://www.iinet.net.au/~henshaw/ (Tom Henshaw)

http://www.iinet.net.au/~henshaw/ pages/nick.html (Nick Tselentis)

http://www.iinet.net.au/~henshaw/%20pages/mines.html

http://www.mg.co.za/mg/zim/zimtitle.html

http://www.mindzeye.co.za/war.html ( John van Zijl)

http://www.nrinc.com/needles/Recipes.htm (Barbara Allen)

http://www.nw.com

http://www.profa.de/homex.htm

http://www.rheingold.com/vc/book/ (Howard Rheingold)

http://www.rhodesia.net (Richard Allport)

http://www.rhodesia.org (Bill Eaton)

http://www.sky.net/~tonyh/rhodesia.htm

http://www.well.com/user/hlr/texts/Vccivil.html (Jan Fernback)

Noten:

"...Who the hell cares..." kommentierte Michael Holman, Journalist für 'The Financial Time', Bill Eaton's Versuch einer Bestandsaufnahme der Rhodesier nach 1980 in 'A Chronicle of Modern Sunlight', London 1997. Holman weigerte sich zugleich das Buch zu rezensieren

Chas Lotter, eines der aktivsten Mitglieder der rhodesischen virtuellen Gemeinschaft publizierte an diesem Tag folgendes eindeutigeres Requiem: " Tonight, we mourn our dead. Those brothers Who still lie; wrapped in camo shrouds Beneath Rhodesian soil. Chase those strangers out; bar the door Charge your glasses, wait while those murmurs die away, Listen. Argent; Arvic; Homan; Brading. These are my dead. Lost in ambush, mine, attack In a time when a flag Flew green and white In a land which is no more. I drank with them In Rhodesian days, before We trekked to foreign lands. [...]" Auf Chas Lotters Persönlichkeit werde ich im Kapitel 3 näher eingehen.

R. Allport in einer Rezension über Ian Smith's Autobiographie 'The Great Betrayal', London 1997. Auf Allports Aktivitäten im Internet werde ich noch zu sprechen kommen.

Moore-King, Bruce, 'White Man – Black War', Harare 1988, S.3 Ein ähnlicher Diskurs ist immer allgemeiner Grundbestandteil der 'Motivation der Truppe' gewesen. Die Betonung der Männlichkeit sowie die Projektierung der Identität auf ein Vorbild dürften, jedoch damals einen zusätzlichen Schub aus den USA erhalten haben, deren Erfahrung und Material, wie z.B. John Waynes Auftragsverfilmung der 'Green Berets' (Die grünen Teufel) 1968 bei der Mobilisierung junger Soldaten für den Vietnam Krieg, gleich einsetzbar war. Terence Ranger teilt seinerseits die Schlußfolgerung von A. Chennels und P. Kaarsholm über die Konstruktion der weißen Männlichkeit in Rhodesien "based on humanising the land of Zimbabwe and dehumanising its inhabitants." Ranger, Terence, 'The Meaning of Violence in Zimbabwe', MS Oxford 1990, S.5

Siehe dazu u.a. Abschnitt 2.2.6.

Ranger, ebenda, S.5. In 'Soldiers in Zimbawes's Liberation War' dagegen loben Ranger und Bhebe u.a. das Werk von D. Caute, 'Under the skin. The Death of White Rhodesia', Hardmondsworth, 1983. Bhebe, N. und T. Ranger, 'Soldiers in Zimbawes's Liberation War' London 1995, S.3.

So gibt Wood zu :"before African majority rule was not only conceded but implemented, the counter-insurgency could not be won". Über die Definition der 'Implementation' macht Wood jedoch keine weiteren Angaben. Wood, J.R.T., 'Rhodesian Insurgency', Durban 1995

Ebenda. Nur am Rande fügt er hinzu: "The essential economic development to sustain the parallel improvement in the life of the people flagged and political change was delayed too long". Aus dem 'US-preferred model" blieb also nur die 'Fire Force' übrig...

Wood gibt einen 'Toten-Ratio' von 23:1 an, ebenda.

Siehe dazu Ranger (1991) über Ken Flower , ebenda, S.5. Die Anwendung unkonventioneller Kriegsmethoden war keine neue Sache in Rhodesien: bereits bei der Niederschlagung des 1. Chimurenga 1896/97 hatte die damals noch britische Armee unter Col. Plumer eine 'Kreativität' gezeigt, welche wohl gegen zahlreiche Artikel der Genfer Konvention verstoßen würde.

Moore-King, ebenda, S.20.

Eine der anschaulichsten und ergreifendsten Sammlung von Zeitberichten liefert Julie Frederikse in None but Ourselves, deren Lektüre unbedingt zu empfehlen ist. Frederikse, J., 'None but Ourselves', Harare 1982.

Major Reid-Daly's, Kommandant dieser Einheit, Kommentar über die Ausbildung seiner 'Cracks': "Some people might say it's a dehumanising process, and maybe it is". In Chimoio, Mosambik, 165 Männer der Rhodesian Light Infantery, die er ebenfalls ausgebildet hatte, töteten innerhalb Minuten über 5000 Personen, mehr als 3 pro Soldat. Zitiert in: Vermaak, Chris, 'The Selous Scouts', o.O., 1977.

Siehe dazu u.a.: Flower, Ken, 'Serving secretly. Rhodesia into Zimbabwe, 1964-1981', London 1987. Wie zu Zeiten der Siedlungskriege in Amerika im 18./19. JH, wurden unter dem 'Feind' vergiftete Kleidungstücke verteilt.

Siehe dazu u.a.: Kanengoni, Alexander, "Things we'd rather not talk about", in: 'Effortless Tears, Harare 1993, S.57-64; Kriger, Norma, 'Zimbabwe's Guerilla War. Peasant Voices', Cambridge 1992. Diese Thematik sowie andere Greueltaten der 'Freedom Fighter' gewannen erst in den 90er Jahren in wissenschaftlichen Debatten an Bedeutung, und bleiben heute noch eine heikle Diskussion in Simbabwe.

Bhebe, Professor an der Universität Harare, fügte hinzu: "Should we not take for granted that all wars produced violence and atrocity, and guerilla wars more than most?". Ranger bekräftigte seine Argumentation in vier Punkten und schlußfolgerte: "[...] we need to look hard at terror and violence as a significant theme in Zimbabwe's recent history. Despite my title I do not suppose I have come close to providing the meaning of violence in Zimbabwe. But at least I am clear,[...] that to know the meaning of violence and terror is critical for Zimbabweans and theirs Historians." Ranger, ebenda S. 1 und 24. Die gemeinsame Herausgabe von 'Soldiers in Zimbawe's Liberation War', London 1995 durch Ranger und Bhebe dürfte Auskunft über dessen Einlenkung geben.

Siehe dazu u.a. Wood, Allport, ebenda.

"[...] the truth is he was a traitor to his people, the whites." kommentierte aufgebracht einen Internet Teilnehmer auf dem Gästebuch des 'Rhodesian Governement in Exile'

Smith, Ian, 'The Great Betrayal', London 1997, S.365. Zitiert in Allport, ebenda.

Es sei hier nur nochmals an die Theorie des 'Dolchstoßes' erinnert, die sich in Deutschland nach dem 11.11.1918 verbreitete.

Wood, ebenda. Er erklärt diese Tatsache wie folgt: "Officers trained in the British tradition are virtually programmed against illegal actions", eine notdürftige Erklärung angesichts der Realität in mehreren ehemaligen afrikanischen Commonwealth Ländern.

'Zimbabwe' in Shona.

Zahlen über diesen Mini-Exodus sind Schätzungen angewiesen und schwanken somit je nach Quelle. Nach Angaben der 'CIA World Factsbook' sollen 1997 etwa 110.000 Weiße in Simbabwe leben, was eine Emigration von 90.000 seit 1980 und 150.000 seit 1976 entspricht, nimmt man den Statistiken der Encyclopaedia Britannica zugrunde. Nach Wood ergibt diese Zahl 170.000. Diese Zahl erfaßt nicht die 'Brutto Emigration': Dazu gab es zwischen 76-80 auch einen 'Mannschaftswechsel' innerhalb Rhodesiens.

Beispielhaft dafür ist folgende Erklärung eines Rhodesiers auf dem Internet: " People ask me "where were you born?" I reply "Rhodesia" They say "you mean zimbabwe" I respond by stating the fact that I don't recognise zimbabwe and that I was born in Rhodesia and not in zimbabwe. Len Chandler.(Ex Bulawayo)"

Die 'Rhodesian Worldwide...' nehmen diese Unklarheit als Anlaß um ihren 'Humor' unter Beweis zu stellen und bieten eine Seite "You know you are really Rhodesian when..."

Siehe dazu Abschnitt 2.1.

Frederikse, ebenda S.50. Inzwischen heißt selbst einen 'Web Chat Channel' der ex-Rhodesier "Whenwe"

Auf die Bedeutung des Landes für Rhodesier nach Chennels/Kaarsholm wurde bereits hingewiesen.

Da Angst ein subjektiver Faktor ist, ist es oft unzulässig dessen Berechtigung in Frage zu stellen. Die Aktivitäten der PsyAc (Psychologische Abteilung des Informationsministers) haben gerade diese Angst geschürt und kultiviert. Siehe Frederikse, ebenda, 116-198.

Siehe dazu u.a. die Seite 'Our kind of People' der 'Rhodesian Worlwide...' welche in Australien basiert ist. 'RWW' kann in folgenden Länder abonniert werden: "United Kingdom, United States, Australia, Canada, New Zealand, South Africa" . Statische Proben können ebenfalls den Einträgen verschiedener Gästebücher entnommen werden. Frederikse dokumentiert vor allem die Auswanderung nach Südafrika 1980-82. Frederikse, ebenda, S.330-336.

Siehe ebenfalls dazu Frederikse, ebenda, S.330-336.

Nyamfukudza, Stanley, 'The Visitation', in: Aftermaths, Harare 1983, S.56-61. Nyamfukudza selbst zählt nicht zu den Soldaten, welche den Krieg 'hautnah' erlebten

Bhebe und Ranger (Hg.), 'Soldiers...' ebenda, S.3. Bhebe, Ngwabi und Terence Ranger (Hg.), 'Society in Zimbabwe's Liberation War', London 1996. Henrick Ellerts Artikel über die Organisation und Aktivitäten der 'Intelligence Services' beleuchtet ebenfalls nur taktische Aspekte. Die Fülle von Kürzeln und Fachjargon stehen zudem Ellerts Aussage in der Fußnote 1 gegenüber: "This chapter was written without access to any files and my memory may be faultry on points of details". Reicht Erinnerung aus um Geschichte zu schreiben? Ellert, Henrick, 'The Rhodesian Security and Intelligence Community, 1960-80', in Bhebe und Ranger (Hg.) (1995), ebenda, S. 87-103.

Warum dem so ist, kann nur vermutet werden. Platz ist allerdings hier nicht vorhanden um über Berührungsangst, eine eventuelle 'Strategie der Verachtung', oder die politischen Gefahren wissenschaftlicher Abhandlungen zu debattieren.

'Rhodesian never die', wie das Lied von Clem Tholet so schön hieß, entsprang eher einem verzweifelten Geist als der heraufbeschwörenden Stimmung die es schüren wollte.

Fernback, Jan und Brat Thompson, 'Virtual Communities: Abort, Retry, Failure?', Albuquerque 1995. Verfügbar auf http://www.well.com/user/hlr/texts/Vccivil.html

Laut Britannica waren 1995, also vor 4 Jahren, ein Drittel der Haushalte in den USA mit einem Heimcomputer (PC) ausgestattet. Nach anderen Rechnungen sollen im Jahre 2000, die Häflte dieser Haushalte einen Modem besitzen. http://www.nw.com

Howard Rheingold gilt als einer der Pioniere der 'Internetforschung', vor allem dank seines Buches 'The virtual Community', in welchem er seine 10jährigen Erfahrungen als 'Internaut' (Spaziergänger des Internets, Anknüpfung an den Kosmonauten und Astronauten) schildert. Er lieferte wichtiges Material für die Debatte über die Möglichkeiten und Grenzen der CMC, und wird u.a. von Fernback/Thompson und Kitchin als Hauptreferenz zitiert. Rheingold, Howard, 'The Virtual Community', London 1994. Eine Internet Version ist auf http://www.rheingold.com/vc/book/ erhältlich. Dort kann ebenfalls an dieser Debatte teilgenommen werden.

Kitchin, Robert, 'Towards geographies of cyberspace', in: Progress in Human Geography, 22, 3 (1998), S.385-406.

Fernback, J. und B. Thompson, ebenda. Sie weisen mit Kitchin auf weitere kritische Mißstände und Gefahren im Internet hin, die ich im Kapitel 4 skizzieren werde.

Gregory, Clive, Mitglied der Rhodesian Worldwide. http://scorpion.cowan.edu.au/~rwebb/docs/ (Our kind of people)

Chas Lotter, Webmaster des umfangreichen Sites 'Echoes of an African war' http://members.tripod.com/~Rhodesian/echoes.html diente 9 Jahre lang als 'Sergeant' in der Rhodesian Forces. Er ist mehrfach in Frederikse zitiert worden, ebenda (Siehe Index). Lotters Site verweist mehrere Hyperlinks zu Tom Henshaws 'Rhodesian at war' und R. Allports 'Military History of Rhodesia'. Siehe auch Abschnitt 2.2.6.

Eine Stichprobe in der vorhandenen Sekundärliteratur zu dieser Problematik bestätigt dies. Sie ergibt u.a folgende zu empfehlende Literatur: Farred, G.: 'You Can Go Home Again, You Just Can't Stay: Stuart Hall and the Caribbean Diaspora', in: RESEARCH IN AFRICAN LITERATURES 1996; Roy, A.: 'Postcoloniality and the Politics of Identity in the Diaspora: Figuring "Home," Locating Histories', in: CONTRIBUTIONS TO THE STUDY OF WORLD LITERATURE 1995.; Graham, M.; Khosravi, S.: 'Home is Where You Make it: Repatriation and Diaspora Culture among Iranians in Sweden, in: JOURNAL OF REFUGEE STUDIES 1997; Hercowitz, Z.; Pines, D.: 'Migration between home country and diaspora: An economic analysis, in: JOURNAL OF PUBLIC ECONOMICS 1997 usw.

Besonders zur Weihnachtszeit waren in meiner Erinnerung die Offiziere und Unteroffiziere (auf Anordnung) rücksichtsvoll und fast mütterlich.

Zurecht klagen Gewerkschaftler solche Versuche an, als Rückkehr zum patriarchalen Kapitalismus.

Stationiert im Ausland, hatte jeder Soldat unserer Kompanie den Befehl, diese Reise ins Heimatland anzutreten.

Bereits in Homers Illiade machten der Kampf und die Reise Ulysses nur Sinn, weil Peneloppe und die Heimat warteten.

Siehe Fußnote 40. Kitchin sieht sogar darin eine Notwendigkeit.

Eine interessante Studie über eine Kartographie des Internets ist verfügbar auf http://www.geog.ucl.ac.uk/casa/martin/atlas/atlas.html

Eventuell muß man sich anmelden, also klingeln, man bekommt dann einen Schlüssel um die Tür zu öffnen.

Eine deutsche Version, oder Interpretation ist u.a. erhältlich auf http://www.chemie.fu-berlin.de/outerspace/netnews/netiquette.html

Mit der Aussage der deutschen 'Netiquette' Version "Benutze Deinen wirklichen Namen, kein Pseudonym!" scheinen einige rhodesische Internauten Probleme zu haben. So ruft sogar im "Bush Telegraph" der 'Rhodesian Worldwide...' ein Teilnehmer dazu auf: "[...]go to the Herald or Standard or the Independant's web site and post your displeasure at their actions. BE SURE TO USE A PSEUDONYM AND A FALSE EMAIL ADDRESS, THEY CANNOT TRACE IT THAT WAY." http://bluering.ecu.edu.au/~ahoneybu/rww/contacts.html

Allgegenwärtig auf den von mir besuchten Webseiten, sei es als animiertes Bild, Hintergrunddatei oder gar Bildschirmschoner.

Bethoveens 'Ode an die Freude' erklingt automatisch beim Besuch von Kevin Bulgriens Homepage auf http://home.att.net/~kbulgrien/rhodesia.htm Bulgrien liefert den Text dazu. Eine weitere musikalische Attraktion ist u.a. auf dem Guestbook der 'Rhodesian Government in Exile' zu 'genießen'.

Ebenfalls mehrfach als Hintergrunddatei zu finden.

Beispielhaft: "We all remember the currency we had there" http://www.iinet.net.au/~henshaw/ pages/nick.html

Siehe 'Rhodesian Government in Exile' http://www.geocities.com/CapitolHill/Lobby/9465/ Grund und Ursache einer solchen Verstrickung bedürfen weiterer Untersuchungen. Dies gilt auch für die traditionsreiche und gezielte Anlehnung der Rhodesier an die amerikanischen Mythen.

In diesem Abschnitt werde ich auf eine bildlich räumliche Terminologie zurückgreifen, denn sie scheint mir am besten geeignet, um einige Eindrücke und Folgerungen zu veranschaulichen.

Siehe http://dir.yahoo.com/Regional/Countries/Zimbabwe/History/ Eine fragwürdige Verzerrung angesichts der zahlreichen Sites über die Geschichte Simbabwes.

"We categorically deny altering any photographs of Bob [Mugabe] to make it appear as if he is picking his nose. There is absolutely no truth whatsoever in the rumour that we mounted a picture of Josh [Nkomo] on our dartboard and used him as target practice. It is a scurrilous falsehood that we placed any ads in any newspapers for "Zimbabwe Scareways". We never have nor ever shall recommend to any Virtual Prison that Bob be incarcerated for eternity" http://www.geocities.com/CapitolHill/Lobby/9465/mischief.html

Die vollständige Liste befindet sich auf: http://www.geocities.com/CapitolHill/Lobby/9465/rhogovex.html Chas Lotter ist vor allem im Gästebuch aktiv. Siehe auch das Verzeichnis der ausgeführten Webseite.

http://www.nrinc.com/needles/Recipes.htm Die 'Appetizers' werden an den 'Victoria Falls' gereicht, die 'Casserole' in den 'Eastern Highlands'. Mrs Allen fügt hinzu: "These recipes have been handed down by generations from all over the world [...]".

http://bluering.ecu.edu.au/~ahoneybu/rww/contacts.html Eine Kostprobe: "Does anyone know of an excellent Physical Therapist in Florida, particularly around the Margate/Coral Springs/Ft. Lauderdale area? Hopefully we can find a Rhodesian or South African! Thanks so much. Morag McDonald Tritt"

Siehe Lotters kleine Biographie auf http://members.tripod.com/~Rhodesian/author.html ; Frederikse, ebenda, S.166 und vor allem Fußnote 2.

Siehe u.a. "Hast thou known a real love" von James Honeybun. http://scorpion.cowan.edu.au/~rwebb/docs/ihave.html

Siehe u.a. "The Death of Rhodesia", Anonym. http://scorpion.cowan.edu.au/~rwebb/docs/poems/rhodesia.htm

http://members.tripod.com/~PELEJAB_N/odetojbw.html Die glitzernde dunkel-lila Präsentation mit tausend Blumen ist so schrill, daß ich entwaffnet war.

Dieser Reflexion stand ich mir bereits, als ich anfing in Deutschland Briefmarken zu sammeln, und erstaunt war soviel alte Reichswehr Soldaten bei solchen Treffs vorzufinden. Das Sammeln von Briefmarken mit dem berüchtigten Hakenkreuz ist ja auch nicht verboten...

http://ourworld.compuserve.com/homepages/Rallport/prices.htm Ein 'Restrike' der BSAC Flagge kostet umgerechnet stolze DM 300.

Moore-King, ebenda, S.129. Längere Aufenthalte in einer exklusiven maskulinen Gesellschaft hinterlassen verschiedenartige Spuren, welche eine Freud'sche Untersuchung, die aber hier nicht geführt werden kann, bedürften.

Beide Bilder wurden eingereicht von "a visitor who doesn't wish to be named" auf http://iinet.net.au/~henshaw/%20pages/mines.html ; Über den 'Skull Bashing' siehe Frederikse, ebenda, S. 126-131.

Cocks ist Autor von 'Fireforce' dessen Lektüre nicht unbedingt zu empfehlen ist (Siehe Allports Rezenssion auf http://ourworld.compuserve.com./homepages/Rallport/ffreview.htm ), Reid-Daly war Oberoffizier der 'Selous Scouts'.

http://ourworld.compuserve.com./homepages/Rallport/ Diese Seite schmückt sich mit dem mysteriösen 'Zimbabwe Bird Web Award for Excellence and African Relevance', dessen Preisverleiher nach Recherche sich als Chas Lotter entpuppte. So kann man auch außerhalb der Armee Medaillen tragen.

http://ourworld.compuserve.com./homepages/Rallport/rhomil.htm und /rhohist.htm Einige dieser Texten besitzen m.E. durchaus wissenschaftlichen Interesse.

Die magische Wirkungen des Gebäcks sind in Deutschland seit der Aufklärungskampagne des ex- Therapeuten und ikonoklasten Sänger Guildo Horn besser bekannt.

u.a. http://scorpion.cowan.edu.au/%7Erwebb/docs/irc/irc.html Diese Untersuchung würde eine nicht unproblematische aktive Beteiligung implizieren.

Siehe u.a. Huggers These über den Beziehungsdreieck Täter-Zeuge-Opfer. Hugger, Paul, 'Elemente einer Kulturanthropologie der Gewalt', in: P. Hugger und U. Stadler (Hg.), Gewalt. Kulturelle Formen in Geschichte und Gegenwart, Zürich 1995, S. 24-25.

Caruth thematisiert dies in ihrer Einleitung 'The Wound and the Voice'. Caruth, Cathy, Unclaimed Experience, Baltimore 1996, S.1.

Wulf, Christoph, 'Die Unhintergehbarkeit der Gewalt', in: M. Wimmer, C. Wulf und B. Dieckmann (Hg.), Das "zivilisierte Tier". Zur historischen Anthropologie der Gewalt, (Frankfurt?) 1996, S.79.

Moore-King, Bruce, ebenda. Der Film 'Apocalypse Now' von F.F. Coppola (1979) verbildlicht ebenfalls diesen Aspekt

Siehe Freud/Caruth, ebenda, aber auch z.B. Nyamfukudzas Kurzgeschichte 'The visitation', ebenda.

Über die strukturelle und kulturelle Gewalt des Internets nach Galtungs Thesen könnte allerdings debattiert werden.

http://scorpion.cowan.edu.au/~rwebb/docs/ (Our kind of people)

http://website-1.com/goto-2.html Panacea verspricht: "a new non-medical, yet scientific, concept has resulted in the development of the world's first interactive computer program which can now-- today-- empower you to permanently eradicate (get rid of) your own personally selected, undesired emotions-- while you sit alone in front of your own computer. "

Alle Angaben: http://www.nw.com

Wie Riefenstahls Werk heute noch bis ins Pop Business Einfluß hat, zeigt uns kritisch die laufende Ausstellung 'Leni Riefenstahl' im Filmmuseum Potsdam (4.12.98-28.2.99)